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Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation

Bildarchiv Norbert Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur
Baudenkmale und Architekturgeschichte im Land Brandenburg, Stadt Neuruppin

 

Stockphoto-Galerie Nr.2a  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Stadt, Großstadt, Kleinstadt, Altstadt, Bürgerhaus, Ackerbürgerhaus, Stadtplatz, Stadtansicht
Gebäude und Architekturdetails im städtischen Raum

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher (soweit nicht anders bezeichnet)
D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16, Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de
Internet: www.fotografie-architektur.de, www.fotografie-landschaft.de
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Die Stadt Neuruppin gehört zu den schönsten und interessantesten Städten in Brandenburg. Gegründet und gewachsen seit dem Mittelalter mit Fachwerkhäusern für Ackerbürger, Handwerker und Händler, musste Neuruppin 1787 einen großflächigen Stadtbrand erleiden, dem etwa zwei Drittel des Hausbestandes zum Opfer fielen. Sofort nach dem Brand erfolgte unter königlicher Aufsicht in kurzer Zeit der Wiederaufbau, finanziell und materiell mit staatlicher Förderung, die Hauptgebäude jetzt massiv schon aus Brandschutzgründen, Nebengebäude und Hofbebauungen häufig wieder in Fachwerkbauweise, unter strengen Bauvorschriften und mit einem weitgehend neu geordneten Straßen- und Platzsystem. Aus dieser Zeit stammt der größte Teil des noch heute existierenden Baubestandes, wenn auch oft verändert. Insgesamt erfolgten die meisten baulichen Veränderungen in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts durch Ersatz der inzwischen verschlissenen Fachwerkbauten aus der Zeit vor 1787 oder zumindest durch Umbau und massiven Ersatz der Straßenfassaden dieser Häuser. Bei jüngeren Massivbauten wurde vielfach die Erdgeschosszone verändert, z.B. durch Ladeneinbauten.

Damit und mit zunehmendem Wohlstand verbunden war auch der bautechnisch und gestalterisch zeitgemäße Einbau von neuen Fenstern und Türen. Fenster unterliegen einer hohen Beanspruchung, sind feingliedrig und daher weniger haltbar, es gibt wohl heute keine Außenfenster mehr aus der Zeit des Wiederaufbaus um 1790, jedoch existieren noch vielfach Fenster aus der Zeit um 1900. Haustüren und Haustore als Schmuckstücke der Fassaden wurden schon immer materialintensiv, handwerklich solide, robust und mit hohem gestalterischen Anspruch gefertigt, sie sind zu einem großen Anteil bis heute erhalten geblieben, darunter nicht wenige aus der Zeit um oder kurz nach 1800. Die meisten Haustüren stammen jedoch aus der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts. Inzwischen häufig restauriert und farblich neu gefasst prägen sie wieder das Stadtbild. Jeder bauhistorisch interessierte Besucher wird die erstaunliche Vielfalt an historischen Haustüren und Haustoren in Neuruppin sofort mit Freude bemerken.

Einige der baufachlich interessanten Haustüren und Haustore in Neuruppin werden nachfolgend vorgestellt. Alle gezeigten Objekte befinden sich im Denkmalbereich des Stadtkerns. Sofern auf Textbeiträge in der Denkmaltopographie verwiesen wird, handelt es sich außerdem um geschützte Einzeldenkmale (Baudenkmale).

Literatur:
Denkmaltopographie BRD - Denkmale in Brandenburg. Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Teil 1: Stadt Neuruppin. Matthias Metzler und andere. Wernersche Verlagsgesellschaft Worms 1996; Bau- und Stadtgeschichte ab Seite 13. Das Buch ist sehr zu empfehlen, auch weil es vielfach durch Fotos die Bauzustände Anfang der 1990er Jahre noch vor der großen Sanierungswelle dokumentiert. Baudenkmale werden kurz beschrieben und im Bild vorgestellt, ein Stadtplan mit Hausnummern und Denkmalbereich ist beigefügt. Die Daten zu den Bildserien hier auf der Webseite wurden diesem Buch entnommen. Zu den Haustüren und Haustoren im Detail findet man allerdings nur wenige Angaben.
Florian Langenbeck und Mila Schrader: Türen, Schlösser und Beschläge als historisches Baumaterial. Ein Materialleitfaden und Ratgeber. Edition :anderweit, Suderburg-Hösseringen 1998
Rainer W. Leonhardt: Diverse Aufsätze in der Fachzeitschrift "Restaurator im Handwerk", unter anderem Heft 1/2012, Seite 40: Symbole auf Tür- und Fensterbeschlägen. Teil 3 - Historismus und Gründerzeit (1850-1900); Heft 2/2012, Seite 51: Teil 4 - Jugendstil (1890-1920)
Klaus Struve: Gleich am Drücker sein! Möglichkeiten der Ausstattung und Gestaltung von Haustüren mit historischen Türbeschlägen. Aufsatz in der Fachzeitschrift "Restaurator im Handwerk", Heft 3/2013, Seite 49
 


 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Poststraße 24; saniertes / rekonstruiertes Fachwerk-Wohnhaus um 1700 mit Lehmstakenausfachung, Stockwerkbau mit leicht vorkragendem Oberstock, je Stockwerk einmal verriegelt, Langstreben (Schwelle-Rähm-Streben), Füllbretter zwischen den sichtbaren Balkenköpfen; alte zweiflügelige Haustür wohl erste Hälfte 19.Jahrhundert (um 1830 -1850 ?), Dreifüllungstür (drei quadratische Füllungen je Türflügel, "Kassettentür"), Kämpfer mit feinem Zahnschnitt verziert, Oberlicht mit schräggestellten Sprossen, Außenfutter mit profilierter Bekleidung, neuzeitliche Drückergarnitur; neue vierflügelige Holzfenster mit Kämpfer und Quersprossen in den Unterflügeln in formaler Angleichung an historische Vorbilder; das Gebäude war seit dem 19.Jahrhundert bis Mitte der 1990er Jahre verputzt, nach Sanierung jetzt wieder Sichtfachwerk; Aufnahmedatum: 4.10.2014; zuletzt eine wohl neu in alter Form angefertigte (oder alte abgebeizte ?) zweiflügelige Haustür als Vierfüllungstür mit zwei Schlagleisten, Kämpfer und Diagonal-Kreuzsprossen im Oberlicht in der Schifferstraße 19, hier in einem Massivbau mit Putzfassade; Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 121-122 (Poststraße 24)




 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Bergstraße 8, errichtet 1740 auf königlichen Befehl durch Ingenieur Kautsch als Kasernenstubenhaus für verheiratete Soldaten; Fachwerkhaus nach Totalsanierung, zu sehr großen Anteilen rekonstruiert; hohes verputztes Sockelmauerwerk mit Außentreppe, Stockwerkbau mit flächenbündiger Fassade, je Stockwerk zweifach verriegelt, Zwischenräume zwischen den sichtbaren Balkenköpfen ausgemauert (keine Füllhölzer), weiß getünchte (besser: angestrichene / beschichtete) Ziegelausfachung, neue zweiflügelige Haustür mit Kämpfer und schmalem Oberlicht, neue Holzfenster als Kreuzstockfenster in mittiger / barocker Teilung und je einer Quersprosse in den Fensterflügeln (offenbar als Nachbau zur Wiederherstellung des historischen Zustandes); Aufnahmen am späten Nachmittag, Aufnahmedatum: 4.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 74-75




 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Kommissionsstraße 20; saniertes / rekonstruiertes Fachwerkhaus wohl um 1800 (oder noch vor dem Stadtbrand von 1787 ?), Erdgeschoss bis zum Rähm inzwischen massiv ersetzt, gering vorkragendes Oberstock-Fachwerk einfach verriegelt, sichtbare Balkenköpfe mit ausgemauerten Zwischenräumen; schlichte zweiflügelige Haustür mit Kämpfer und Oberlicht, rautenförmig aufgedoppelte Türblätter, Außenfutter mit profilierter Bekleidung aus Holz; neue vierflügelige Fenster nach historischen Vorbildern mit Kämpfer und je einer Quersprosse in den Unterflügeln; Aufnahmedatum: 4.10.2014 und 6.10.2014 (letztes Bild)


 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Wohnhaus Poststraße 26, errichtet vmtl. erste Hälfte 18.Jahrhundert, jedenfalls vor dem Stadtbrand von 1787; Fachwerkhaus nach Totalsanierung, zu sehr großen Anteilen rekonstruiert (der Unterstock offenbar komplett); sockelloser Stockwerkbau mit flächenbündiger Fassade, Unterstock zweifach und Oberstock einfach verriegelt, Balkenköpfe hinter verziertem Schalbrett, getünchte Ziegelausfachung; neue zweiflügelige Holzfenster mit Sprossen; Hauseingangstür (wohl Nachbau nach historischem Vorbild) mit Kämpfer und schmalem Oberlicht mit Sprossen, rautenförmig aufgedoppeltes Türblatt, Außenfutter und profilierte Bekleidung aus Holz; neue Biberschwanz-Kronendeckung (die unterschiedliche Farbwirkung durch Schattenschlag von gegenüberliegenden Gebäuden); linksseitig massive Gebäudeerweiterung, vielleicht war hier ursprünglich eine Hausdurchfahrt; zuletzt das sanierte Fachwerkhaus Poststraße 7 wohl aus der gleichen Bauzeit, Fenster und Türelement komplett neu und angepasst an das windschiefe Fachwerk; Aufnahmedatum: 6.10.2014 (am späten Nachmittag) und 4.10.2014 (letzte zwei Bilder)



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Friedrich-Engels-Straße 47; Wohnhaus errichtet um 1790, Fassade im 20.Jahrhundert verändert; schlichte zweiflügelige klassizistische Hauseingangstür noch aus der Erbauungszeit um 1790 mit rautenförmig aufgedoppelten Türblättern, kantenprofilierte Bretter und Leisten für die Füllflächen (vermutlich ist das gesamte Türblatt einschließlich Rahmen aufgedoppelt, die geschmiedeten Nagelköpfe sind jedoch nur auf den diagonalen Füllbrettern bzw. Füllleisten sichtbar), kannelierte Schlagleiste mit Basis und Kapitell, profilierter und simsartig vorkragender Kämpfer, Oberlicht mit senkrechten Sprossen; neuzeitliches historisierendes Türschild mit Knauf; danach die fast identische Haustür zu Rudolf-Breitscheid-Straße 19 mit schräggestellten Sprossen im Oberlicht, kleines Wohnhaus von 1788, möglicherweise stammt die Tür ebenfalls noch aus der Bauzeit des Gebäudes (oder Kopie ?); zuletzt Schifferstraße 16, wohl ebenfalls um 1790, zweiflügelige aufgedoppelte Haustür in vergleichbarer Bauart mit Zweifüllungsrahmen, Oberlicht ebenfalls mit Sprossen; Türdrücker und Knauf aus Gusseisen; Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 93 (Friedrich-Engels-Straße 47), Seite 143 (Rudolf-Breitscheid-Straße 19) und Seite 152 (Schifferstraße 16)

Hinweis: Umgangssprachlich wird von Türklinken gesprochen. Die fachsprachliche Bezeichnung lautet Türdrücker, weil durch sein Herunterdrücken der eigentliche Klinkenmechanismus ausgelöst wird. Die gesamte zu einem Türschloss gehörende sichtbare Ausstattung an Beschlägen wird Drückergarnitur / Türdrückergarnitur genannt. Sie besteht aus den Türdrückern und den Türschildern / Schlossschildern über beide Öffnungen, jeweils für die Innen- und Außenseite (soweit es sich um Einsteckschlösser handelt). An der Außenseite von Haustüren wird häufig statt Drücker ein Knauf angebracht. Erhalten Türdrücker- und Schlüsselöffnungen separate Abdeckungen / Einfassungen, wird von Rosetten gesprochen. Dann besteht die Drückergarnitur aus zwei Türdrückern, zwei Drückerrosetten (auch: Führungsrosette / Griffrosette / Klinkenrosette) und zwei Schlüsselrosetten (auch: Schlüsselschild / Schlüssellochrosette). Sind die Schlüssellöcher zusätzlich abgedeckt durch kleine verschwenkbare Deckplättchen auf den Rosetten, handelt es sich um Schlüsselrosetten mit Vorhänger (natürlich auch auf Türschildern möglich). Ab der Zeit des Historismus und zunehmender Verbreitung von Einsteckschlössern waren Drücker- und Schlüsselrosetten meist auf einem glatten Schlossblech vormontiert (meist aufgenietet), welches bündig in das Holz eingelassen und in Türfarbe überstrichen wurde. Die Rosetten wurden nicht mehr separat auf das Türblatt aufgeschraubt.


 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Präsidentenstraße 46; Wohnhaus um 1790 nach dem großen Stadtbrand errichtet mit einer barocken Haustür noch aus dieser Zeit; restaurierte Putz-Stuck-Fassade mit horizontaler Putznutung, 1860 das Gebäude umgebaut und dabei die klassizistische portalartige Eingangsrahmung mit Pilastern und Gebälk hinzugefügt; zweiflügelige Haustür als Zweifüllungstür mit geschwungenen Füllungen und geschwungenem Kämpfer, Schlagleiste als Halbsäule gestaltet, Oberlicht mit senkrechten Sprossen, neuzeitliches Türschild mit Knauf; zuletzt die Präsidentenstraße, ganz rechts ist das Haus Nr.46 gerade noch zu sehen; zuletzt die zweiflügelige barocke Haustür von 1789 (Bauzeit Gebäude) mit geradem Kämpfer zum Wohnhaus Rudolf-Breitscheid-Straße 18; Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 128-129 (Präsidentenstraße), Seite 143 (Rudolf-Breitscheid-Straße)



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Rudolf-Breitscheid-Straße 10; palastartiges Wohnhaus um 1788, später Heilig-Geist-Hospital und Altenheim; Putz-Stuck-Fassade, Mittelrisalit mit Putzstreifung (waagerechte Putzstreifen, Putznutung), Girlandenschmuck; zweiflügelige Haustür mit Rundbogenoberlicht, stilistisch zwischen Spätbarock und Klassizismus; vierflügelige Kreuzstockfenster in barocker Teilung mit je einer Quersprosse in den Fensterflügeln; zuletzt ein wohl später eingebauter Nebeneingang ebenfalls mit Rundbogen, Lichtausschnitt der Tür mit Kreuzsprossen, Oberlicht mit Radialsprossen, auf dem Kämpfer der Tür der Schriftzug "Männer" (die Tür könnte aus den 1930er Jahren stammen); Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 139-140



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), drei ähnliche Haustüren aus der Zeit des Wiederaufbaus um 1790; zuerst Rudolf-Breitscheid-Straße 26, zweiflügelige barocke Haustür in portalartig gestaltetem Eingang unter Dreiecksgiebel zu einem Wohnhaus, Zweifüllungstür mit geschwungenem Kämpfer und Oberlicht mit senkrechten Sprossen, die oberen Füllungen unter geschwungener "Füllungsverdachung", profilierte Schlagleiste, alte eiserne aber nicht ursprüngliche Drückergarnitur; danach Schifferstraße 11, zweiflügelige Haustür, stilistisch zwischen Spätbarock und Klassizismus, Zweifüllungstür mit Kämpfer und schmalem Oberlicht, die oberen Füllungen unter geschwungener "Füllungsverdachung", unten überschobene (oder aufgedoppelte) Füllungen mit senkrecht geriefelten Deckflächen und Wetterschenkeln, Schlagleiste als kannelierter Pilaster gestaltet, Kämpfer mit feinem Zahnschnitt / Zahnfries verziert, Oberlicht mit schräggestellten Sprossen, auf den oberen Füllungen je ein eiserner Türknauf, alte eiserne aber wohl nicht ursprüngliche Drückergarnitur; zuletzt eine weitere Haustür um 1790 mit zeittypischer Drückergarnitur aus Gusseisen in der Kommissionsstraße 7, gequaderter Mittelrisalit; Aufnahmen am Abend (schlechte Bildqualität), Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 144 (Rudolf-Breitscheid-Straße 26), Seite 151 (Schifferstraße 11), Seiten 113-114 (Kommissionsstraße 7)



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), zwei ähnliche Haustüren aus der Zeit des Wiederaufbaus um 1790, stilistisch zwischen Rokoko und Klassizismus ("Zopfstil" / Louis-seize); zuerst Schifferstraße 9, Zweifüllungstür mit als Pilaster gestalteter Schlagleiste, erhabene Deckflächen / Dekorflächen der Füllungen ("abgeplattete Füllungen") senkrecht fein geriefelt, Girlandendekor über den oberen Füllungen, auf der rechten oberen Füllung ein (vmtl. eiserner) Türknauf, leicht geschwungener Kämpfer und geschnitztes Vorsatzsprossenwerk vor dem Oberlicht in Rokoko-Formen - im Gegensatz zu den klassizistisch gestalteten Türblättern; danach Rudolf-Breitscheid-Straße 21, zweiflügelige klassizistische Haustür zu einem Wohnhaus von 1791 mit markanter Putzstreifenfassade, Zweifüllungstür mit sehr breiter als Pilaster gestalteter Schlagleiste, erhabene Dekorflächen der Füllungen senkrecht fein geriefelt, Girlandendekor über den oberen Füllungen, Kämpfer mit Zahnschnitt / Zahnfries verziert, Rundbogen-Oberlicht mit vorgesetzter geschnitzter Sprossenzier in Rokoko-Formen, altes eisernes (aber wohl nicht ursprüngliches) Türschild mit Knauf; Aufnahmen am Abend (schlechte Bildqualität), Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 143 (Rudolf-Breitscheid-Straße 21)



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Friedrich-Engels-Straße 9, frühklassizistische Haustür von 1788 (datiert in kleiner Mittelkartusche im Kämpfer); Dreifüllungstür mit als Pilaster gestalteter Schlagleiste, erhabene Dekorflächen der Füllungen geschmückt mit diversen geschnitzten Strukturen / Elementen (Riefelung, Schuppenstruktur, Girlanden und Rosetten als Applikationen, usw.), in den Rosetten jeweils ein gusseiserner Knauf; durch Schnitzerei fein verzierter Kämpfer, Segmentbogen-Oberlicht mit geschnitzten geschwungenen Sprossen; Außenfutter und profilierte Bekleidung aus Holz, die Füllungen / Füllflächen des Außenfutters inzwischen entfernt und verputzt; originale / ursprüngliche Drückergarnitur aus Gusseisen mit Drücker- und Schlüsselrosetten, seltener Drücker (Türklinke) als Schwanenhals (oder Fabelwesen); Aufnahme von Doris Rauscher (am Abend, daher nur mäßige Bildqualität), die drei letzten Bilder sind Auszüge aus dem ersten Bild; Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 86-87


 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg); zuerst zwei klassizistische Haustüren in der Rudolf-Breitscheid-Straße, im Dekor stilistisch beeinfluss von "Zopfstil" / Louis-seize, in beiden Fällen wohl noch die ursprüngliche Ausstattung der Wohngebäude aus der Zeit des Wiederaufbaus um 1790; zuerst Haus Nr.5 mit Bandrustika-Fassade: zweiflügelige Haustür als Zweifüllungstür mit Kämpfer und schmalem Oberlicht, Schlagleiste in etwa als Pilaster mit Basis und Kapitell, Girlandendekor, Kämpfer mit feinem Zahnschnitt / Zahnfries verziert, am linken Türflügel noch ein altes klassizistisches Türschild; danach die Tür zum Haus Nr.4 in vergleichbarer Ausführung und Gestaltung, Brüstungsfelder mit überschobenen Füllungen und Wetterschenkel auf Konsolen; zuletzt August-Bebel-Straße 45, eine ähnliche Haustür um 1800 mit reich verziertem Kämpfer und Segmentbogen-Oberlicht in spitzbogiger Mauerwerksblende; Aufnahmen teilweise bei schlechten Lichtverhältnissen (schlechte Bildqualität); Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 138 (Rudolf-Breitscheid-Straße 5) und 70 (August-Bebel-Straße 45)





 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Kommissionsstraße 13; klassizistische Haustür um 1790 im Stil des Louis-seize ("Zopfstil"), wohl noch die ursprüngliche Ausstattung des Gebäudes; zweiflügelige Haustür als Zweifüllungstür mit Kämpfer und Oberlicht mit schräggestellten Sprossen, Schlagleiste als Pilaster mit Basis und Kapitell, Girlandendekor, mit Wellenmotiv dekorierter Kämpfer, alte gusseiserne Türdrückergarnitur, Brüstungsfelder mit überschobenen kannelierten Füllungen und Wetterschenkeln mit Mäanderfries, erhabene Deckflächen der oberen Füllungen ("abgeplattete Füllungen") senkrecht fein geriefelt mit Vasenmedaillons in der Mitte; Aufnahme bei schlechten Lichtverhältnissen (schlechte Bildqualität), Fotografin: Doris Rauscher, Aufnahmedatum: 4.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten113-114


 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Rudolf-Breitscheid-Straße 13; Wohnhaus um 1790 mit Putz-Stuck-Fassade, im Erdgeschoss Tür- und Fensterverdachungen mit Portraitmedaillons und Girlandendekor ("Zopfstil"); alte vierflügelige Fenster mit profiliertem Kämpfer und als Pilaster gestalteten Schlagleisten; klassizistische Haustür als zweiflügelige Zweifüllungstür mit Kämpfer und Oberlicht mit schräggestellten Sprossen, Schlagleiste in etwa als Pilaster mit Kapitell gestaltet, erhabene Deckflächen der Füllungen senkrecht geriefelt, auf der rechten oberen Füllung ein einzelner Türknauf, Girlandendekor, Kämpfermittelteil mit Zahnschnitt verziert, neuzeitliche historisierende Drückergarnitur; letzte Fassadenrestaurierung 1995 gefördert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz; Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 140-141



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), August-Bebel-Straße 15 (erste Bildreihe) und 14 (zweite Reihe, erste drei Bilder) mit fast identischer Gestaltung; palastartiges Doppel-Wohnhaus um 1790, um 1991 restauriert und kürzlich renoviert, heute Heimatmuseum; prunkvolle klassizistische Putz-Stuck-Fassaden auf hohem Kellersockel, jeweils dreiachsiger Eingangsbereich als Risalit gestaltet mit kannelierten Pilastern über zwei Geschosse, darüber Attika mit Deckelvasen, Eingangstüren und Fenster im Erdgeschoss übergiebelt; klassizistische zweiflügelige Haustüren als Zweifüllungstüren mit Kämpfer und ungegliederten Einscheiben-Oberlichtern (in dieser Form wohl nicht ursprünglich ?), Schlagleisten als Pilaster gestaltet, klassizistisches Dekor, bauzeittypische Türdrückergarnituren, bei Haus Nr.15 unter den Mittelrosetten auf den oberen Türfüllungen jeweils ein Knauf; danach ein vergleichbares Wohnhaus Friedrich-Engels-Straße 22 (im Bild auch hier nur der dreiachsige Mittelrisalit), bauzeitliche Zweifüllungstür mit alter schmiedeeiserner Drückergarnitur; Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 65-67 (August-Bebel-Straße) und 87-88 (Friedrich-Engels-Straße)



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Friedrich-Engels-Straße 45, zweiflügelige (wohl bauzeitliche ?) Haustür zu einem Wohnhaus um 1790, schlichte und fein profilierte Zweifüllungstür mit schmalem Oberlicht und alter klassizistischer Drückergarnitur aus Messingguss mit Kurzschild (für innen aufgesetztes Kastenschloss), Türblätter jeweils mit Wetterschenkel und Knauf; danach Karl-Marx-Straße 7, seltene (klassizistische) Haustür wohl um 1840 mit Außenfutter; Dreifüllungstür mit Füllungsdekor in geometrischen Formen, schlicht profilierter Kämpfer, Oberlicht mit drei senkrechten Sprossen, Außenfutter und profilierte (geriefelte) Bekleidung aus Holz, Einteilung und Gestaltung der Füllungen / Füllflächen des Außenfutters passend zu den Türblättern, Eckpunkte der Bekleidung nicht auf Gehrung geschnitten sondern mit eingesetzten Quadratstücken; offenbar noch originale / ursprüngliche Drückergarnitur aus Gusseisen mit Drücker in Birnenform und Türschild; formal entspricht die gesamte Türgestaltung der Zeit des Biedermeier (1815-1848); danach eine formal vergleichbare Tür in der Präsidentenstraße 48, jedoch ohne Außenfutter, Eingangsgestaltung als Portal, neue Fenster formal / optisch als Nachbauten nach historischen Kreuzstockfenstern, konstruktiv handelt es sich jedoch um Kämpferfenster; zuletzt Neuer Markt 1, spätklassizistische Haustür von 1852, Vierfüllungstür ("Kassettentür"), Türblätter mit Rautenfüllungen und auf den Rahmenhölzern aufgesetzten Rundstabprofilen (Halbrundstab) mit "Eckknoten" (kleine halbkugelförmige Holzrondelle), gesimsartig profilierter Kämpfer, schmales Oberlicht mit Sprossen; Aufnahmen von Doris Rauscher (bis auf die letzten beiden Bilder der zweiten Bildreihe), Aufnahmedatum: 6.10.2014 und 4.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 92-93 (Friedrich-Engels-Straße 45), Seite 97 (Karl-Marx-Straße 7) und Seite 117 (Neuer Markt 1)




 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Steinstraße 19; Wohnhaus um 1790, Putz-Stuck-Fassade in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts spätklassizistisch überformt, aus dieser Zeit stammt wohl auch die Tür; portalartige Eingangsgestaltung mit Pilastern und Gebälk; zweiflügelige Haustür um 1860-1870 als Dreifüllungstür mit großen Mittelrosetten (in der Mitte aufgenagelte Applikation vmtl. aus Zinkguss), oben Glasfüllungen mit vorgesetztem Ziersprossen-Schnitzwerk, Schlagleiste mit aufgenagelten Applikationen (vermutlich ebenfalls Zinkguss); neuzeitliches Türschild mit Knauf; Aufnahmen mit verschiedenen Kameras und bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, Fotografin und Urheberrecht für die dritte Bildreihe: Doris Rauscher; Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 172-173




 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), August-Bebel-Straße 30a; Wohnhaus nach 1787 (Stadtbrand) erbaut, sanierter / restaurierter Massivbau mit Putz-Stuck-Fassade, Fensterverdachungen auf Konsolen, neue Holzfenster nach historischer Vorlage, eingetieftes rundbogiges Türfeld mit profilierter Rahmung, imitiertem Keilstein und Relief im Bogenfeld über der Tür; zweiflügelige Haustür als Dreifüllungstür, oben Glasfüllungen mit geschnitzten Kreuzsprossen (Vorsatzsprossen) verziert, die mittleren Füllungen mit applizierten geschnitzten Holzrosetten, Außenfutter und profilierte Bekleidung aus Holz; neuzeitliches Türschild mit Knauf; unklar bleibt, ob diese Haustür aus der Bauzeit des Gebäudes um 1800 stammt (wohl eher nicht); danach Fenster zum links benachbarten Haus August-Bebel-Straße 30b, alte vierflügelige Kämpfer-Fenster aus Holz wohl aus der Zeit um 1880, Kämpfer fein verziert mit Zahnfries, Schlagleisten als Pilaster gestaltet; zuletzt einige vergleichbare Fenster aus der Siechenstraße, hier wohl mit feststehenden Mittelpfosten ("Setzholz") im Oberlicht; Aufnahmen mit verschiedenen Kameras, die letzten drei Bildreihen Fotografin und Urheberrecht: Doris Rauscher; Aufnahmedatum: 6.10.2014 und 4.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 69





 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Friedrich-Ebert-Straße 14; saniertes fünfachsiges Wohnhaus um 1790, 1861 Ladeneinbau, 1898 Rückbau der ursprünglichen Fassadengliederung, dabei angeblich die heutige Haustür eingesetzt; Putzfassade mit Ritzquaderung, Gurtgesims und Sohlbankgesims im Obergeschoss; zweiflügelige Haustür als Dreifüllungstür, Füllungen mit Sprossengliederung, Oberlicht mit Ecksprossenteilung über dem profilierten Kämpfer, Außenfutter und glatte Außenbekleidung aus Holz, neuzeitliche Drückergarnitur (Langschild mit Knauf); vielleicht stammt die Tür auch aus der Zeit des ersten Umbaus oder wurde dieser Zeit formal angeglichen, die Formensprache ist jedenfalls nicht gerade typisch für 1898; Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 84


 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Am Alten Gymnasium; Altes Gymnasium von 1791, nördlicher Seitenflügel mit Nebeneingang; sanierte Putz-Stuck-Fassade, Tür- und Fensterrahmungen im Erdgeschoss mit Verdachungen, hohe zweiflügelige Dreifüllungstür mit Kämpfer und hohem Oberlicht mit Kreuzsprossen / Gittersprossen; neue vierflügelige Fenster mit Kämpfer auf halber Höhe und je einer Quersprosse in den Flügeln (de facto Kämpferfenster, gestalterisch vorgetäuscht werden barocke Kreuzstockfenster); Aufnahmedatum: 4.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 61-62


 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), August-Bebel-Straße 40; zweigeschossiges Wohnhaus um 1790 mit durch Kolossalpilaster gegliederter Putzfassade; zweiflügelige Haustür von 1875, Dreifüllungstür mit zwei als Pilaster gestalteten Schlagleisten, geschnitzte Holzapplikationen, hohes schlichtes Oberlicht mit zwei Sprossen, neuzeitliche Drückergarnitur; danach eine sehr schmale, sonst aber vergleichbare Haustür von 1861 in der Rudolf-Breitscheid-Straße 12, Schlagleisten als kannelierte Halbsäulen / Dreiviertelsäulen mit Basis und Kapitell (beides gedrechselt), neuzeitliches Türschild mit Knauf; zuletzt eine spätklassizistische Eingangsgestaltung von 1868 in der Kommissionsstraße 14 mit einer ganz schlichten zweiflügeligen Vierfüllungstür ("Kassettentür") und hohem Oberlicht mit Gliederung durch Ecksprossen, je Türblatt ein alter Türknauf, neuzeitliches Türschild mit Knauf; Aufnahmen von Doris Rauscher, Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 70-71 (August-Bebel-Straße 40), Seiten 140-141 (Rudolf-Breitscheid-Straße 12) und Seite 114 (Kommissionsstraße 14)



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Klosterstraße 35; Wohnhaus mit spätklassizistischer Putzfassade (zum Aufnahmezeitpunkt desolat) von 1864 und portalartige Eingangsgestaltung, aus dieser Zeit wohl auch die zweiflügelige Haustür mit zwei Schlagleisten, diese als kannelierte Pilaster mit Zinkguss-Kapitellen gestaltet; Dreifüllungstür, oben als Glasfüllungen zur Belichtung des Flurs, die mittleren Füllungen mit aufgenagelten Rosetten aus Zinkguss; Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 112-113


 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg); verschiedene zweiflügelige Haustüren ohne Kämpfer und Oberlicht in fast identischer Ausführung, meist asymmetrisch geteilt mit zwei Schlagleisten (teils als Pilaster mit Kapitell), Dreifüllungstüren, oben jeweils Glasfüllungen, die mittleren Füllungen mit applizierten Rosetten aus Holz oder Zinkguss; zuerst zwei benachbarte Türen zu Wohnhäusern in der Poststraße, Nr.29 (grün, zweites Bild) von 1911, danach vergleichbare Türen in der August-Bebel-Straße 10, August-Bebel-Straße 29a, Friedrich-Engels-Straße 31 (?), August-Bebel-Straße 11b, Friedrich-Engels-Straße 4, Kommissionsstraße 21, Poststraße 35, Klosterstraße 19, Karl-Marx-Straße 8, Friedrich-Engels-Straße 32, Präsidentenstraße, Friedrich-Engels-Straße 2, Poststraße 23 (dunkelrot) von 1869; Haustüren in dieser bescheidenen Bauart für kleinere Wohngebäude wurden wohl im gesamten Zeitraum etwa zwischen 1870 bis zum Beginn des ersten Weltkrieges angefertigt, parallel zu allen Stilen und Moden dieser Zeit; Aufnahmedatum: 4.10.2014 und 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 122 (Poststraße 29), Seite 85 (Friedrich-Engels-Straße 2 und 4), Seite 121 (Poststraße 23)






 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Friedrich-Engels-Straße 18; Wohnhaus erbaut um 1790, die zweiflügelige und aufwendig gestaltete Haustür mit Oberlicht, kassettiertem Außenfutter und profilierter Außenbekleidung aus Holz stammt aber wohl aus der Zeit um 1880-1900; danach eine vergleichbare Tür in der August-Bebel-Straße 24, jedoch ohne Außenfutter und Bekleidung, perfekt aufgearbeitet / restauriert, Türschild mit Knauf; danach die aufgearbeiteten Haustüren Friedrich-Engels-Straße 23 und 20 wohl aus der Zeit um 1880, beide jeweils mit zwei als kannelierte Pilaster bzw. Halbsäulen gearbeiteten Schlagleisten mit (neuen / abgebeizten ?) Zinkguss-Kapitellen, die Tür Nr.23 könnte auch eine Kopie / Nachbau sein, bei Nr.20 (Aufnahme von Doris Rauscher) über der Tür eine klassizistische Verdachung auf Blattkonsolen; Haustür um 1880-1900 Rudolf-Breitscheid-Straße 41 im Blendbogenfeld; eine weitere Haustür in der Friedrich-Engels-Straße mit originaler / ursprünglicher Türdrückergarnitur aus Gusseisen und sehr hohem Oberlicht; zuletzt Virchowstraße 5 von 1901 und Virchowstraße 7 wohl von 1879; Aufnahmedatum: 4.10.2014 und 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 87 und 88 (Friedrich-Engels-Straße 18 und 23), Seiten 145-146 (Rudolf-Breitscheid-Straße 41), Seiten 175-176 (Virchowstraße 5 und 7)





 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), prunkvolle Haustüren um 1900 mit Flügelverglasungen (Lichtausschnitt), typisch für die wilhelminische Zeit: zuerst Friedrich-Engels-Straße 42, evangelisches Pfarrhaus, erbaut 1792 als Archidiakonatshaus (Haus des Kirchenvorstands), fünfachsiger Massivbau mit stark plastischer Putz-Stuck-Fassade, kleine Außentreppe, hohe wuchtige Pilaster (Kolossalpilaster) über zwei Geschosse, Fensterrahmungen mit Sohlbankgesimsen und Verdachung, übergiebelte portalartige Eingangsgestaltung; aufwendig gestaltete zweiflügelige Haustür wohl um 1900 als Ersatztür, offenbar weitgehend im Originalzustand, Flügelverglasungen (Strukturglas) mit geschmiedeten Ziergittern und Verdachung, Kämpfer mit Zahnschnitt / Zahnfries verziert, ungeteiltes Oberlicht, originale gusseiserne Türdrückergarnitur mit separater Drückerrosette und zwei Schlüsselrosetten; danach die einschließlich Kunstschmiedearbeiten bis auf winzige Details identische Haustür in der Virchowstraße 13, ebenfalls ein um 1790 errichtetes evangelisches Pfarrhaus, auch hier die alte Haustür um 1900 ersetzt; vermutlich wurden für beide Pfarrhäuser zur gleichen Zeit vom selben Tischler neue Türen angefertigt; zuletzt vergleichbare Haustüren Klosterstraße 33, Friedrich-Engels-Straße 19, Virchowstraße 1 (rot), jeweils nur mit einer Schlagleiste sowie Präsidentenstraße 49 und Präsidentenstraße 88 / Ecke Puschkinstraße 18 im risalitartig betonten Rundbogenportal, beide vermutlich ursprünglich ebenfalls mit Ziergittern vor den Flügelverglasungen, Kommissionsstraße 15 mit Ziergittern schon in Jugendstilformen; Friedrich-Ebert-Straße 7 ehemals wohl auch mit Ziergittern, die Schlagleiste als gewaltige Dreiviertelsäule gestaltet; die sechs letzten Türen fotografiert von Doris Rauscher; Aufnahmedatum: 4.10.2014 und 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 91 (Friedrich-Engels-Straße 42), Seite 177 (Virchowstraße 13), Seite 87 (Friedrich-Engels-Straße 19), Seite 174 (Virchowstraße 1)








 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Karl-Marx-Straße 18a, Gerichtsgebäude von 1887, Erdgeschosszone mit Putzquaderung ("Buckelquaderung"), große zweiflügelige Haustür, Prunktür mit aufwendigen Verzierungen, Flügelverglasungen und geschmiedeten Ziergittern, Oberlicht über dem Kämpfer durch breiten verzierten Mittelpfosten ("Setzholz") geteilt, Ecksprossen-Zierverglasung umlaufend mit Ornamentgläsern (teilweise Buntglas), beidseitig der Tür Hauslaternen / Wandlaternen; danach eine vergleichbare Haustür Schinkelstraße 13 mit ungeteiltem Oberlicht (möglicherweise verändert), flankiert von breiten kannelierten Pilastern; zuletzt eine ähnliche Haustür Siechenstraße 14, ebenfalls Ende 19.Jahrhundert, die Holzteile in schlichter spätklassizistischer Formensprache, Oberlicht mit senkrechter Sprossenteilung, Ziergitter für Flügelverglasungen und Treppengeländer bauzeittypisch; Aufnahmedatum: 4.10.2014 und 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 97 (Karl-Marx-Straße 18a) und Seite 167 (Siechenstraße 14)



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), drei Haustüren um 1900; zuerst Karl-Marx-Straße 23, Wohn- und Geschäftshaus, zweiflügelige Haustür mit hohen Flügelverglasungen und geschmiedeten Ziergittern, Schlagleiste als kannelierter Pilaster mit Kapitell gestaltet, wuchtig gerahmte Füllungen, der Türdrücker (die Türklinke) könnte ursprünglich sein; danach eine vergleichbare Haustür zum Wohnhaus Virchowstraße 12 (Eckgebäude, Eingang Friedrich-Engels-Straße); zuletzt eine Tür in der Friedrich-Engels-Straße mit zwei Schlagleisten, Verglasungen von Pilastern mit "Gebälk" gerahmt, offenbar alte geschmiedete Drückergarnitur passend zu den Ziergittern; Haustüren in dieser Ausführung und Gestaltung wurden etwa zwischen 1890-1910 gebaut; Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 98 (Karl-Marx-Straße 23)



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Siechenstraße 21; saniertes Wohnhaus, im Kern Fachwerkbau, mit 1898 vorgesetzter massiver Putz-Stuck-Fassade; zweiflügelige prunkvolle Haustür von 1898 in Rokoko-Formen (Neorokoko, Historismus) mit schmalem Oberlicht und schlichter profilierter Außenbekleidung aus Holz; neuzeitliche Drückergarnitur; das letzte Bild in der ersten Bildreihe wurde digital manipuliert (Briefkästen entfernt); Aufnahmedatum: 6.10.2014 (erstes Bild von Doris Rauscher) und 4.10.2014; zuletzt der portalartige Eingangsbereich zum Haus An der Seepromenade 9, formal in einer Mischung aus Neobarock und Heimatstil wohl um 1910-1915, einflügelige Hauseingangstür mit geschmiedetem Ziergitter vor der Verglasung / Lichtausschnitt; Aufnahmedatum: 6.10.2014 (Doris Rauscher)

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seite 169



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Friedrich-Engels-Straße 27, Haustür um 1900-1910 zu einem Wohnhaus um 1790; zentrale durch Risalit betonte Eingangsgestaltung, Putznutung (waagerechte Putzstreifen), zweiläufige Freitreppe mit Podestbrüstung aus Sandstein; große zweiflügelige Haustür in klarer und vergleichsweise schlichter Gestaltung, Flügelverglasung mit Gittersprossen, einteiliges Rundbogen-Oberlicht über dem Kämpfer ebenfalls mit Gittersprossen; neuzeitliches historisierendes Türschild mit Knauf; Aufnahmedatum: 6.10.2014

Literatur: Denkmaltopographie ... (siehe oben), Seiten 89-90


 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), zwei Haustüren aus der Zeit zwischen Historismus und erstem Weltkrieg, nur relativ selten zu sehen; zuerst Steinstraße 2 (?), schmale und hohe Haustür um 1900-1910 mit Elementen des Jugendstil, zweiflügelige Hauseingangstür als Dreifüllungstür mit zwei kannelierten Schlagleisten, geschwungene Füllungen mit floralen Flachschnitzereien, hohes Oberlicht mit versetzten Sprossen über dem profilierten Kämpfer, Türdrückergarnitur ist wohl alt, aber umgebaut; danach Steinstraße 5, schmale Haustür vermutlich um 1910, formal zwischen Heimatstil und Jugendstil (Türen dieser Art entstanden auch noch in den 1920er Jahren), zweiflügelige Haustür als Dreifüllungstür mit zwei Schlagleisten, geschwungene Füllflächen oben mit Verglasung und Gittersprossen, einteiliges Oberlicht ohne Sprossen über dem Kämpfer, florale stiltypische Flachschnitzereien in den Feldern unterhalb der Flügelverglasungen, Türschild mit Knauf offenbar ursprünglich; Aufnahmedatum: 6.10.2014



 

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg), Schifferstraße 4b; Mehrfamilienhaus um 1930 mit Putzfassade und partiellem Klinker-Verblendmauerwerk zur Fassadengestaltung; zurückgesetzter Hauseingang, Türgewände aus mehrfach gestuftem Klinkermauerwerk, darin eingesetzt Terrakotta-Schmuckplatten mit farbig-glasierten geometrischen Ornamenten / Symbolen; Hauseingangstür mit geometrisch-rechtwinklig aufgedoppeltem Türblatt, profiliertem Kämpfer und sehr hohem Oberlicht mit Kreuzsprossen / Gittersprossen, formal zusammen mit der Klinkerrahmung einzuordnen zwischen "Neuer Sachlichkeit" und Expressionismus; neuzeitliches (aber wohl nicht ursprüngliches) Türschild mit Knauf; Aufnahmen am Abend (schlechte Bildqualität), Aufnahmedatum: 6.10.2014



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