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Bildarchiv Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur

Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation
Baudenkmale und Architekturgeschichte in Sachsen-Anhalt

 

Stockphoto-Galerie Nr.2a  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Stadt, Großstadt, Kleinstadt, Altstadt, Bürgerhaus, Ackerbürgerhaus, Stadtplatz, Stadtansicht
Gebäude und Architekturdetails im städtischen Raum

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
Architektur- und Planungsbüro, D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16
Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de, Internet: www.rauscher-architekt.de

 

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Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Breite Straße 53; dreistöckiges Fachwerkhaus der Renaissance um 1560 (gemäß Denkmalliste) in niederdeutscher / niedersächsischer Konstruktion und Tradition; erster Oberstock sehr stark vorkragend auf Kopfstreben, der Unterstock (Parterre) durch Ladeneinbau im 19.Jahrhundert mehrmals verändert, wodurch die Ständer für zwei Kopfstreben entfernt wurden; zweiter Oberstock und Dachbalkenlage nur gering vorkragend, Balkenköpfe jeweils mit (rein optischer) Unterstützung durch Konsolen ("falsche Balkenköpfe"), beide als "Schnürrollen" gestaltet; Füllhölzer zwischen den Balkenköpfen mit Schiffskehlen (Wulstkehlen) verziert; Stockwerkschwelle / Saumschwelle im ersten Stock mit Flechtband / Wellenband, im zweiten Stock mit Schiffskehlen, diese mit Taustäben gefüllt, jeweils kleine Rosetten (Sternrosetten, Sonnenrosetten, ...) über den Balkenköpfen; in den Brüstungsgefachen Winkelhölzer beidseits der Ständerfüße, die entstehenden Dreiecksflächen verziert mit Fächerrosetten (Fächerpalmetten, Sonnenräder) in Flachschnitzerei; Ausfachungen mit ornamentaler barocker Bemalung nach historischem Befund; durchgehende, gesimsartig profilierte und wohl vorgeblattete Brüstungshölzer / Brusthölzer; nach außen öffnende Fenster im ursprünglichen Format; steiles Satteldach mit Krempziegeldeckung, Satteldach-Zwerchgiebel / Zwerchhaus ehemals mit Ladeluke in rundbogiger Öffnung (heute Fenster), rechts daneben Satteldachgaube mit zwei Fenstern; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; das links benachbarte Haus Breite Straße 52 stammt von 1554 (datiert auf der Stockschwelle); Aufnahmedatum: 24.8.2016 spätnachmittags, die letzte Bildreihe verschattet am Mittag

Literatur für alle auf dieser Seite folgenden Bildgruppen:
Hans-Hartmut Schauer: Quedlinburg - Fachwerkstadt, Weltkulturerbe. Verlag Bauwesen / Huss-Medien, Berlin 1999
Hans-Hartmut Schauer: Fachwerkbauten in Sachsen-Anhalt. Enthalten in: Fachwerkbauten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen. Verlag für Bauwesen, Berlin / München 1992; ein qualifizierter Überblick über den historischen Fachwerkbau auf dem Gebiet der ostdeutschen Bundesländer. Zur Geschichte des regionaltypischen Fachwerkbaus in Sachsen-Anhalt ab Seite 80, Quedlinburg ab Seite 139
Deutsches Fachwerkzentrum Quedlinburg e.V., Baubeschreibungen im Internet (bisher ?) unter: fachwerklehrpfad.de
Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Der Bezirk Halle. Bearbeitet von der Abteilung Forschung des Instituts für Denkmalpflege; Akademie-Verlag Berlin 1976, ab Seite 376
Carl Schäfer: Deutsche Holzbaukunst. Die Grundlagen der deutschen Holzbauweisen in ihrer konstruktiven und formalen Folge. Herausgegeben von P. Kanold. Wolfgang Jeß Verlag, Dresden 1937
Elmar Arnhold, Sándor Kotyrba: Fachwerkarchitektur in Quedlinburg. Kotyrba Verlag Braunschweig 2012; ein kleiner Architekturführer für die Jackentasche mit systematischem Überblick über die architektonischen Besonderheiten von Quedlinburg.






 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Marktstraße 6; dreistöckiges Fachwerkhaus der Renaissance von 1562 (durch Inschrift datiert) in niederdeutscher / niedersächsischer Konstruktion und Tradition, sogenanntes "Schneemelcher-Haus" (nach der im Haus seit 1886 ansässigen Glaswerkstatt), ursprünglich Bürgerhaus und wohl auch Kaufmannshaus; Unterstock (Parterre) mehrfach umgebaut, heutige Ladeneingangstür wohl um 1910; stark vorkragende Stockwerke ohne Knaggen, nur Konsolen ohne statische Funktion ("falsche Balkenköpfe"), Balkenköpfe und Konsolen walzenförmig als "Sternzylinder" gestaltet, Füllhölzer zwischen den Balkenköpfen mit Schiffskehlen (Wulstkehlen) verziert; Stockwerkschwellen / Saumschwellen verziert mit Schiffskehlen, diese mit Taustäben gefüllt, darüber im ersten Stock Inschrift, im zweiten Stock Flechtband / Wellenband und jeweils kleine Rosetten (Sternrosetten, Sonnenrosetten) über den Balkenköpfen; in den Brüstungsgefachen Winkelhölzer / Fußhölzer beidseits der Ständerfüße, die entstehenden Dreiecksflächen verziert mit Fächerrosetten (Fächerpalmetten, Sonnenräder); Ausfachungen mit getünchtem Ziegelmauerwerk; alle Fensterbrüstungen wurden nachträglich tiefer gesetzt (sichtbar an den alten Blattsassen in den Ständern), ursprünglich hatte das Haus vermutlich vorgeblattete durchgehende Brusthölzer auf Höhe der heutigen Riegel zwischen den Fenstern; neue Holzfenster mit ornamentaler Zierverglasung (wohl in Blei gelegt, teils farbig); Satteldach mit neuer Krempziegeldeckung, dreiachsiges Zwerchhaus mit Satteldach, kleine Satteldachgauben, ehemals Ladeluken im zweiten Oberstock und im Zwerchhaus; die Fassade insgesamt mit erheblichen Anteilen an Rekonstruktion; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.8.2016




 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Marktstraße 2, errichtet wohl um 1550 (?) als Kaufmannshaus, vielfach umgebaut und verändert, zeitweise verputzt, 1976-1977 durch polnische Handwerker aus Toruñ rekonstruiert (in verwendbaren Teilen restauriert) in einem Umfang, der insgesamt einer Kopie gleichkommt; zweistöckiges Fachwerkhaus der Renaissance mit einem Zwischengeschoss im Unterstock (insoweit zwei Untergeschosse und ein Oberstock) in niederdeutscher / niedersächsischer Konstruktion, Parterre durch Einbau einer Ladenzone um 1880 verändert, unter dem Vorsprung befand sich ursprünglich ein Durchfahrtstor; vorkragender Oberstock auf profilierten Konsolen ("falsche Balkenköpfe"), Balkenköpfe walzenförmig als "Sternzylinder" gestaltet, Füllhölzer zwischen den Balkenköpfen mit Schiffskehlen (Wulstkehlen) verziert; Stockwerkschwelle mit halbkreisförmigen Konsölchenfriesen (die Konsölchen jedoch nicht aus dem vollen Holz geschnitzt sondern einzeln aufgenagelt), dazwischen kleine Doppelarkaden über den Balkenköpfen; Zwischengeschoss-Schwelle mit Inschrift; in den Brüstungsgefachen Winkelhölzer / Fußhölzer beidseits der Ständerfüße, die Dreiecksflächen verziert mit Fächerpalmetten; durchgehende profilierte Brusthölzer / Brüstungshölzer; neue Holzfenster mit Sechseck-Bleiverglasung; Satteldach mit Schleppgaube und Krempziegeldeckung; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 25.8.2016




 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Schmale Straße 13, datiert 1592 auf der Stockschwelle / Saumschwelle, errichtet als Kaufmannshaus; zweistöckiges Fachwerkhaus der Renaissance in niederdeutscher / niedersächsischer Konstruktion; Sockelmauerwerk aus Sandsteinquadern, vorkragender Oberstock auf Konsolen ("falsche Balkenköpfe"), diese wie auch die Balkenköpfe walzenförmig als "Sternzylinder" gestaltet, Füllhölzer zwischen den Balkenköpfen mit Schiffskehlen; Stockwerkschwelle mit Inschrift und Datierung, in den Brüstungsgefachen Winkelhölzer / Fußhölzer beidseits der Ständerfüße, die Dreiecksflächen verziert mit Fächerpalmetten / Fächerrosetten und Sternrosetten; durchgehende profilierte Brusthölzer / Brüstungshölzer; schwere vierflügelige Eingangstür (je Türblatt ein separat zu öffnender Oberflügel) aus der Zeit des Barock (18.Jahrhundert), rautenförmig aufgedoppelt, breite profilierte Bekleidung; Holzfenster im unten als Kreuzstockfenster mit glatten ungeteilten Klappläden (Flächenklappen, angeblich 18.Jahrhundert); das Gebäude wurde in früheren Zeiten mehrfach umgebaut und verändert, 1975-1977 wurde durch polnische Handwerker aus Toruñ die Fassade in verwendbaren Teilen restauriert, im Übrigen rekonstruiert, der gesamte Baukörper hinter der Fassade abgebrochen und massiv neu errichtet, so dass man heute nur noch von einer denkmalgeschützten Fassade sprechen kann; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.8.2016


 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Hohe Straße 8, zweistöckiges ehemaliges Kaufmannshaus als Stockwerkbau in niederdeutscher / niedersächsischer Konstruktion mit Zwerchhaus unter Satteldach, Renaissancebau um 1580, vielfach umgebaut; Mauerwerk des Kellersockels aus Sandsteinquadern; Fachwerk mit leicht vorkragenden Stockwerken, Balkenköpfe und Konsolen darunter als Sternzylinder gestaltet, Füllhölzer und Stockschwellen / Saumschwellen mit Schiffskehlen, Stockschwellen mit diversen weiteren Verzierungen (verschiedene Flechtbänder / Wellenbänder, Konsölchenfriese, kleine Sternrosetten), Brüstungsgefache vollständig ausgebohlt und mit Fächerrosetten verziert, die ehemals durchgehenden profilierten und verkröpften Brüstungshölzer wurden unter den Fenstern wohl schon im 18.Jahrhundert ausgeschnitten zur Fenstervergrößerung; Fenster, Ladentür und Ladeluken sind qualitativ hochwertige Nachbauten nach historischen Vorbildern, das Tor um 1880 wurde restauriert; neue Krempziegel-Dachdeckung; Sanierung 1992-1997, dem äußeren Anschein nach kommt die Sanierung einer Totalrekonstruktion sehr nahe, dabei wurde teilweise auch der Zustand vor einem Umbau 1892 wieder hergestellt; heutige Nutzung als "Haus der Städteunion" der Fachwerkstädte Celle, Hameln, Hannoversch Münden, Herford und Quedlinburg; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.8.2016

Literatur: Deutsches Fachwerkzentrum Quedlinburg e.V., im Internet (bisher ?) unter: fachwerklehrpfad.de/15.98.html


 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Schlossberg 12 (Klopstockhaus), errichtet um 1570 (gemäß Denkmalliste); Geburtshaus des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803); Wohnhaus der Renaissance als zweistöckiger Fachwerkbau in niederdeutscher / niedersächsischer Konstruktion mit zwei Zwerchhäusern, davon das rechte über einem Erker auf zwei Säulen aus Naturstein entstanden mit einem Umbau im 18.Jahrhundert; vorkragende Stockwerke, einige Balkenköpfe auf Knaggen, Unterstock mit zwei Fußstreben, Oberstock und Zwerchhäuser mit Fußwinkelhölzern beidseits der Ständerfüße, die entstehenden Dreiecksflächen verziert mit Fächerrosetten (Fächerpalmetten, Sonnenräder) in Flachschnitzerei, Erkerbrüstungen mit doppelten Andreaskreuzen, Stockschwellen / Saumschwellen mit Schiffskehlen, Saumschwelle des Erkers mit Flechtband / Wellenband, Giebelspitzen mit diagonaler Zierverstrebung (Rautenstreben); vierflügelige Kreuzstockfenster in traditioneller Bauart, im Unterstock Klappläden (Zweifüllungsklappen) mit breitem Vorsatz-Blendrahmen; steiles Satteldach mit einseitigem Krüppelwalm, neue Krempziegeldeckung; insgesamt vielfach saniert und rekonstruiert; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; das links benachbarte Haus Schlossberg 11 (Abteivorwerk, heute Lyonel-Feiniger-Galerie) aus der Zeit um 1660 mit Tordurchfahrt und Quedlinburger Pyramidenbalkenköpfen; Aufnahmedatum: 24.8.2016



 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Schlossberg 6, Wohnhaus um 1680 mit Pyramidenbalkenköpfen, zweiflügelige Haustür mit Außenfutter und breiter Außenbekleidung angeblich Anfang 19.Jahrhundert (? - gemäß Denkmalliste); danach die Gebäude Schlossberg 2 (inschriftlich 1688) ebenfalls mit Pyramidenbalkenköpfen und Schlossberg 3 (um 1620) mit zwei Satteldach-Zwerchhäusern; beides Baudenkmale gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.8.2016


 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), verschiedene Details; zuerst das umgebaute Fachwerkhaus Breite Straße 45 (gemäß Denkmalliste um 1560), walzenförmige Balkenköpfe als "Schnürrollen" gestaltet, Stockwerkschwelle / Saumschwelle mit Schiffskehlen, jeweils kleine Rosetten (Sternrosetten, Sonnenrosetten, Fächerrosetten) über den Balkenköpfen zwischen den Schiffskehlen; Winkelhölzer beidseits der Ständerfüße in den Brüstungsgefachen bei Umbau entfernt, die Fächerrosetten (Fächerpalmetten, Sonnenräder) auf den ehemaligen Dreiecksflächen sind nur noch in Resten auf den Ständerfüßen erhalten; ursprünglich waren die Fensterbrüstungen höher und es gab durchgehende vorgeblattete Brüstungshölzer / Brusthölzer (erkennbar an den noch sichtbaren Blattsassen). Danach der Blick in die gut erhaltene Hausdurchfahrt mit Treppenaufgang und Kellerzugang zum Fachwerkhaus Pölle 47, das Haus stammt wohl aus der Zeit um 1550 (gemäß Denkmalliste), die Ausstattung der Durchfahrt wurde später umgebaut; auch hier wurden an der Straßenfassade die Winkelhölzer neben den Ständerfüßen entfernt, Reste von Fächerrosetten sind noch erkennbar; Aufnahmedatum: 24.8.2016



 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Breite Straße 33; spätgotisches Fachwerk-Wohnhaus mit hohem Kellersockel aus Sandstein-Quadermauerwerk, erbaut um 1480, eines der ältesten Fachwerkgebäude der Stadt; Fachwerk in Stockwerk-Konstruktion, der Oberstock weit vorkragend auf profilierten Knaggen (eigentlich schon als Kopfstreben zu bezeichnen, weil der Winkel nicht voll ausgefüllt wird), schmucklose Balkenköpfe, Stockschwelle / Saumschwelle mit Treppenfries verziert, dazwischen jeweils über den Balkenköpfen kleine Rosetten; Brüstungsgefache im Oberstock mit kurzen Fußstreben (in Reihung auch als V-Strebenfries bezeichnet); alle Ausfachungen wohl inzwischen aus verputztem Ziegelmauerwerk; Satteldach mit kleinen Schleppgauben; insgesamt wurde das Gebäude vielfach umgebaut und rekonstruiert; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste, Sanierungsarbeiten zum Aufnahmezeitpunkt noch nicht abgeschlossen; Aufnahmedatum: 26.8.2016 (nachmittags sonnig, erste zwei Bildreihen) und 24.8.2016






 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Steinweg 31 (Neustadt), im Kern entstanden 1594 (Inschrift ?), das Fachwerk des ersten Oberstocks stark verändert, der zweite Oberstock um 1860 aufgestockt durch Umbau der alten Dachkonstruktion, die heutige Balkenlage des zweiten Oberstocks entspricht der ursprünglichen Dachbalkenlage; in den noch ursprünglichen Teilen ein Fachwerkhaus der Renaissance in niederdeutscher / niedersächsischer Konstruktion mit Durchfahrtstor; vorkragende Stockwerke, Füllhölzer zwischen den Balkenköpfen mit Schiffskehlen, teilweise Konsölchenfriese, Brüstungsgefache mit Winkelhölzern und Fächerrosetten; Segmentbogen-Torgebinde mit Torbalken (Torsturz) und flach ausgerundeten Kopfstreben, asymmetrisch geteiltes zweiflügeliges Tor mit Diagonalverbretterung (Fischgrät-Verbretterung, Fischgrätbeschlag) und integrierter Schlupftür als Hauseingang.
Danach das benachbarte dreistöckige Haus Steinweg 32 mit Durchfahrtstor und Zwerchhaus mit Ladeluke, datiert 1700, im linken unteren Bereich wohl verändert, rechts Kellersockel aus Sandsteinquadern; Pyramidenbalkenköpfe, profilierte Füllhölzer, wuchtige Stockschwellen / Saumschwellen (angeblich aufgedoppelt ?) mit schmalen Schiffskehlen, durchgehende gesimsartige Profilbohlen oberhalb der Stockschwellen und auf Brüstungshöhe (Brüstungsbohlen, Brusthölzer), die Brüstungsgefache im ersten Oberstock mit aufgesetzten kassettenartigen Rahmungen, Ausfachung mit Sichtziegelmauerwerk in Ziersetzung. Beides Baudenkmale gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 25.8.2016




 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Steinweg 33 (Neustadt), sehr großer Kaufmannshof aus der Zeit des Barock, auf dem Torbalken datiert 1716; vierstöckiges Fachwerkhaus mit Durchfahrtstor und Zwerchhaus in der Mittelachse, hohes verputztes Sockelmauerwerk (später, durch Einkürzung der Ständer ?), im Unterstock beidseits der Durchfahrt ein niedriges Zwischengeschoss eingebaut, die oberen beiden Stockwerke und das Zwerchhaus mit Ladeluken; gering vorkragende Stockwerke, Balkenköpfe bündig zwischen den Füllhölzern und durchgängig über Balkenköpfe und Füllhölzer hinweg profiliert; Brüstungsgefache teilweise mit kurzen Streben, zusätzlich Brüstungsstiele zwischen den Ständern, so dass optisch ein "Leiterfachwerk" / eine "Leiterbrüstung" entsteht; in allen Stockwerken vor die eigentliche Fachwerkkonstruktion eine hölzerne Balustrade vorgesetzt: "Sockelgesims" aus gesimsartig profilierten Bohlen vor der Oberkante der Stockschwellen, auf Brüstungsstiele bzw. Ständerfüße vorgeblendete (aufgenagelte) flache geschnitzte Baluster sowie gesimsartig profilierte durchgehende Brüstungsbohlen / Brusthölzer; Ausfachung aus getünchtem Ziegelmauerwerk in Ziersetzung; Segmentbogen-Torgebinde mit Torbalken (Torsturz) und flach ausgerundeten Kopfstreben, Zwickel mit Holz gefüllt, das Tor in seiner heutigen Ausführung mit Futter und profilierter Bekleidung wohl nicht ursprünglich; in den oberen Lagerstockwerken noch alte, außen angeschlagene Kreuzstockfenster aus Holz; Satteldach mit älterer Betondachstein-Deckung aus DDR-Produktion (Modell "Doppelrömer"); Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 25.8.2016



 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Quedlinburger Neustadt, Steinweg 19 und 18 (letzte drei Bilder), dazwischen drei Straßenbilder, auf dem ersten Foto im Hintergrund die beiden Häuser; Steinweg 19, errichtet als Kaufmannshof, datiert 1719 über dem Torbogen; zehnachsiges dreistöckiges Fachwerkhaus in Stockwerkkonstruktion, Stockwerke minimal vorkragend, Balkenköpfe hinter profilierten Schalbrettern (Profilbrett, Profilbohle) verborgen, Ständer jeweils eng paarweise zwischen den Fenstern (Doppelständerfachwerk), dazwischen teilweise Bundständer (vermutlich für eingebundene Innenwände), je Stockwerk zweifach verriegelt, Ausfachungen mit getünchtem Ziegelmauerwerk; in der Mittelachse des Gebäudes ein rundbogiges Haustor für eine Hausdurchfahrt, davorgestellt ein massives barockes Portal (angeblich aus Sandstein), bestehend aus Pilastern mit Wappen auf den Pilasterschäften, verkröpftem Gebälk, Schluss-Stein mit Löwenkopf und profiliertem Torgewände, Bogenzwickel mit barocker Stuckornamentik; das heutige Tor mit integrierter zweiflügeliger Hauseingangstür wird wohl aus der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts stammen; ältere vierflügelige Fenster teilweise in barocker Teilung (Kämpfer in der Mitte, aber keine Kreuzstockfenster), im Unterstock Klappläden als ebenfalls mittig geteilte Zweifüllungsklappen; leider starker Sanierungsbedarf zum Aufnahmezeitpunkt.
Steinweg 18, Fachwerkhaus errichtet als Ackerbürgerhof um 1720 (gemäß Denkmalliste), konstruktiv in fast allen Details mit Haus Nr.19 vergleichbar, hier jedoch mit Segmentbogentor und einem schlichten Torgebinde aus Torbalken (Torsturz) und schlanken Kopfstreben, zusammen mit dem Torbalken ausgerundet und mit Rundstab-Kantenprofil verziert, Zwickel ausgemauert; hohes Sockelmauerwerk aus Sandsteinquadern später verputzt, Gefache mit übertünchtem Ziegelmauerwerk in Ziersetzung. Beides Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 25.8.2016 und 26.8.2016





 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Lange Gasse 17; Fachwerk-Wohnhaus der Spätphase um 1760 (gemäß Denkmalliste) mit Sichtziegelausfachung in Ziersetzung; hoher Kellersockel aus Sandstein-Quadermauerwerk, Fachwerkbau in Stockwerkkonstruktion mit fast flächenbündigen Stockwerken, Balkenköpfe hinter profiliertem Schalbrett (Profilbrett, Profilbohle) verborgen; sanierte (oder komplett ersetzte ?) Ausfachungen mit Ziegeln in Ziersetzung flächenbündig mit den Fachwerkhölzern; neue vierflügelige Fenster mit feststehendem Fensterkreuz in traditioneller Teilung nach außen öffnend / außen angeschlagen mit einer Quersprosse je Unterflügel; das Gebäude war zwischenzeitlich verputzt, sichtbar an den eingehackten Kerben (Beilhiebe, Beilschläge, Kerbschläge) zur besseren Putzhaftung; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; zuletzt ein Blick in die Straße "Schlossberg" gleich nebenan; Aufnahmedatum: 26.8.2016



 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Altetopfstraße 19; sechsachsiges dreistöckiges Fachwerkhaus der Spätphase um 1760 (gemäß Denkmalliste), spätbarockes Wohnhaus / Bürgerhaus mit Mansard-Satteldach; hoher Kellersockel aus Sandstein-Quadermauerwerk (eventuell erst bei späterem Umbau nach Einkürzung des Fachwerks eingebaut ?); Fachwerkbau in Stockwerkkonstruktion, Stockwerke minimal vorkragend, Balkenköpfe hinter profilierten Schalbrettern (Profilbrett, Profilbohle) verborgen; Ständer jeweils eng paarweise zwischen den Fenstern (Doppelständerfachwerk), in den oberen Stockwerken jeweils mittig ein Bundständer, je Stockwerk zweifach verriegelt, Ausfachungen mit getünchtem Ziegelmauerwerk; neue Fenster in mittiger (barocker) Teilung optisch als Kreuzstockfenster, konstruktiv jedoch als Kämpferfenster mit einer Quersprosse je Fensterflügel; Haustür wohl aus der Zeit um 1880 als einflügelige Sechsfüllungstür mit profiliertem Kämpfer und Oberlicht mit Ecksprossen-Verglasung; siehe auch folgende Bildgruppe; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; zuletzt das im Fachwerk vergleichbare Haus Word 28 mit übertünchter Ziegelausfachung in Ziersetzung, datiert 1712 auf der ersten Stockschwelle, hier jedoch das Gebälk nicht hinter Schalbrettern verborgen sondern bündig zwischen den Füllhölzern und durchgängig über Balkenköpfe und Füllhölzer hinweg profiliert, Erdgeschoss wohl im 19.Jahrhundert massiv erneuert; Aufnahmedatum: 26.8.2016 und 25.8.2016




 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Altetopfstraße, zuerst die Bebauung der Straßen-Nordseite, danach Südseite; ein sehr interessanter Straßenzug mit durchgängig traufständigen und überwiegend zweistöckigen Fachwerkbauten aus dem Zeitraum etwa 1550-1820, darunter viele Gebäude mit Quedlinburger Pyramidenbalkenköpfen, Vorkragungen nur teilweise auf Kopfstreben oder Konsolen oder Knaggen, einige Gefache mit Andreaskreuzen oder Rautenkreuzen, interessante Haustüren und Haustore aus allen Zeiten; siehe auch vorstehende Bildgruppe; fast alles Baudenkmale gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 26.8.2016






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