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Fotografie und Architektur Fotografie und Landschaft Atelier Rauscher Architektur Impressum |
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Norbert Rauscher
Architekturfotografie und
denkmalpflegerische Bilddokumentation
Stockphoto-Galerie Nr.1a Foto, Fotografie, Bild, Abbildung Dorf, Bauernhaus, Bauernhof, Wirtschaftsgebäude, Nebengebäude, Außenanlagen, Dorflandschaft Historische Gebäude und Architekturdetails im ländlichen Raum Bildarchiv Bauernhaus und Bauernhof
Fotograf und Urheberrecht:
Dipl.-Architekt
Norbert Rauscher
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Wilsede
(Lüneburger Heide; Niedersachsen), Kote Hilmer, Hof Nr.4; niederdeutsches Hallenhaus,
im Kern um 1600, 1813 und später mehrfach umgebaut; ehemaliges
Wohnstallhaus (Wohn-Stall-Scheunen-Haus),
Flettdielenhaus als Zweiständer-Fachwerkbau,
die linke Abseite entweder erst später angefügt oder nachträglich nur
die Traufe angehoben (? - Giebelbalken jedenfalls links verlängert),
heute mit unverputzter Ziegelausfachung, ursprünglich wohl
Ständerbohlen-Fachwerk; Halbwalm (Kröpelwalm, Krüppelwalm) mit
Reetdeckung, ehemaliges Rauchloch (Eulenloch, Ulenloch) mit gekreuzten
Pferdeköpfen als Giebelzier, Firstsicherung durch Heideplaggen (mit
Drahtgewebe gesichert); zweiflügeliges Holztor mit Düssel (Torsäule,
"Dörboom", beidseitig des Tors kleine Dielenfenster, Dachboden-Luke im Giebeltrapez; diverse Schnitzereien auf Giebelbalken, Torbalken,
Düssel usw. Anfang 20.Jahrhundert; Baudenkmal; heutige Nutzung
des Gebäudes als Tagungsstätte; Aufnahmen am
späten Nachmittag, Aufnahmedatum: 3.10.2007
Wilsede
(Lüneburger Heide; Niedersachsen), Emhof (auch Emhoff, Emmhof); Rekonstruktion eines
niederdeutschen Hallenhauses als Ständerbohlen-Fachwerkbau,
ehemals typisch für die südliche Lüneburger Heide. Der Ursprungsbau von
1609 aus Emmingen bei Soltau, 1960 im Verfallszustand von Dr. Alfred Töpfer
(herausragender Mäzen, Reeder, Kaufmann, Landwirt) für den Verein
Naturschutzpark gekauft, 1962-63 abgetragen und 1964 in Wilsede wieder
aufgebaut, offenbar mit einem sehr hohen Anteil an Rekonstruktion, der
Wiederaufbau ist im Detail heute nicht mehr nachvollziehbar. Zweiständer-Fachwerkbau mit senkrechter
stockwerkhoher Bohlenausfachung (Bohlen in Ständerhöhe, daher Ständerbohlen-Fachwerk
- im Gegensatz zum waagerecht ausgefachten Blockbohlen-Fachwerk); zurückgesetztes Dielentor mit Vorschauer;
leicht vorkragendes Giebeltrapez, Giebelbalken auf
Stich-Deckenbalkenlage, Balkenköpfe auf Knaggen; Halbwalm (Kröpelwalm, Krüppelwalm) mit
Reetdeckung, Rauchloch mit gekreuzten Pferdeköpfen als Giebelzier,
Firstsicherung durch Heideplaggen unter Drahtgewebe; das Moos
auf dem Dach fördert zwar die Verrottung des Reets, war aber früher als
natürlicher Brandschutz willkommen; Baudenkmal; heutige Nutzung des Gebäudes
für Ausstellungen und Veranstaltungen; Aufnahmen am späten Nachmittag, Aufnahmedatum: 3.10.2007
Wilsede
(Lüneburger Heide; Niedersachsen); regionaltypische
traditionelle Einfriedung aus Eichenholzpfählen ("Eekenboltentuun") zu einem niedersächsischen
Hof, errichtet
bzw. rekonstruiert
vom Verein Naturschutzpark e.V. Lüneburger Heide im Mai 2006 als
kulturhistorisches Anschauungsobjekt im Heidedorf Wilsede am
ehemaligen Armenhaus von 1884;
historischer
Kreuzstaketenzaun, Kreuzstakenzaun,
Kreuzpfahlzaun aus gespaltenem Eichenholz (Staken, Staketen = Spaltholz
oder geschältes Stangenholz / Halbstangen, im Gegensatz zu Latten,
Brettern und Bohlen = Sägeholz). Das Eichenholz für diese Art der Einfriedung wurde von Hand gespalten und über einer durchlaufenden Stange
überkreuz in den Boden gerammt. Die
Zäune wurden errichtet, um die freilaufenden Tiere von der Hoffläche
fernzuhalten; aufgrund des hohen Holzverbrauches
wurden sie jedoch schon ab dem 17.Jahrhundert durch die
herzogliche Regierung in Celle immer wieder verboten, offenbar jedoch nur
teilweise erfolgreich. Aufnahmen am späten Nachmittag,
Aufnahmedatum: 3.10.2007
Winkelstedt (Altmark;
Sachsen-Anhalt),
Niederdeutsches Hallenhaus von 1787,
Wohnstallhaus zu einem niederdeutschen Streuhof;
Flettdielenhaus als Vierständer-Fachwerkbau
mit Halbwalm (Kröpelwalm, Krüppelwalm), Reetdeckung und Rauchloch mit
kleinem Giebelpfahl;
Schaugiebel mit Ziegelausfachung, seitliche Ausfachungen mit Lehmstaken
und Strohlehm; zurückgesetztes Dielentor mit Vorschauer, seitlich neben der Diele Viehställe
und Gesindekammern, Rauchhaus mit offenem Herd im
Flett; die Innentreppe ist eine neuzeitliche Ergänzung; Ausstattung mit
Einrichtungsgegenständen des 18./19.Jahrhunderts; im Kammerfach
Wohnstube (Dönz) mit Alkoven (Butze) und Hinterlader-Ofen (Beheizung und
Rauchabzug über das Flett); Kammer und Altenteilerstube.
1927 Erwerb des Bauernhauses durch den "Wohlfahrtsverein Diesdorf und
Umgebung", bis 1928 Umsetzung und Wiederaufbau im
Freilichtmuseum Diesdorf, seit 1932 zur musealen Nutzung für
die Öffentlichkeit. Das Gebäude gehört zum Kernbestand des bereits 1911
gegründeten Freilichtmuseums. Aufnahmedatum: 14.7.2007
Wittgendorf
(Sächsische Oberlausitz; Sachsen), Hauptstraße 180;
Umgebindehaus von 1824 (datiert), Doppelstubenhaus
mit zwei Bohlenstuben; Umgebinde-Fachwerk als Mischform zwischen
Geschossbauweise und Stockwerkbauweise, Eckständer und Bundständer als Langständer, sonst Stockwerkbau;
Umgebinde mit Spannriegeln und kurzen aufgeblatteten Kopfbändern; zweifach verriegeltes Fachwerk
mit eingezapften Streben und Ziegelausfachung (offenbar ursprünglich verputzt, bei Umgebindehäusern selten); Flurbereich massiv,
Sandstein-Türgewände
("Türstock")
als Steinmetzarbeit mit Erbauungsdatum und Eigentümer-Initialen im
angedeuteten Keilstein, vergitterte Flurfenster mit Sandsteingewände;
neue zweiflügelige Haustür; neuere Holzfenster teils
mit verzierter Bekleidung; Krüppelwalmdach mit
Biberschwanz-Doppeldeckung, Giebeltrapez verbrettert (Schalung mit Verleistung); Aufnahmedatum: 6.9.2008
Wittgendorf
(Sächsische Oberlausitz; Sachsen), Harthweg; Umgebindehaus um 1800, Doppelstubenhaus mit zwei Block-
oder Bohlenstuben (nicht erkennbar, weil von außen mit
Hartfaserplatten bekleidet); Umgebinde-Fachwerk
in Mischbauweise, Eckständer um die Blockstuben als Langständer
(Geschossbauweise), sonst Stockwerkbauweise; schmucklose Umgebindeständer mit Spannriegeln
und aufgeblatteten Kopfbändern, nur über einer Blockstube Schwellriegel;
zweifach verriegeltes Fachwerk mit Ständern und Streben;
zweiflügelige Haustür mit Flügelverglasungen (zwei Füllungen
ausgetauscht ?) zwischen Fachwerk-Türständern (echter "Türstock",
kein massives Türgewände !) und spätklassizistisch verzierter
Türbekleidung, die Flurwand war offenbar ursprünglich eine
Fachwerkwand, später wurden die Hölzer ausgeschnitten und die Gefache
ausgemauert; alte zweiflügelige Holzfenster
mit Sprossen und teils verzierter Bekleidung incl. Bekrönung,
Blockstuben-Fenster mit Sohlbankbohlen;
Krüppelwalmdach mit
Biberschwanz-Doppeldeckung, breites Dachfenster ("Hecht"),
Wettergiebelseite vollständig incl. Umgebinde verbrettert mit
Verleistung; Aufnahmedatum: 6.9.2008
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