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Bildarchiv Rauscher Fotoarchiv
Architekturfotografie und
denkmalpflegerische Bilddokumentation
Stockphoto-Galerie Nr.1a Foto, Fotografie, Bild, Abbildung Architektur und Baukultur im ländlichen Raum Dorf, Bauernhaus, Bauernhof, Wirtschaftsgebäude, Nebengebäude, Außenanlagen, Dorflandschaft Bildarchiv Bauernhaus und Bauernhof, historische Gebäude und Architekturdetails
Fotograf und Urheberrecht:
Dipl.-Architekt
Norbert Rauscher
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Kuschkow (Niederlausitz,
Gemeinde Märkische Heide, Landkreis Dahme-Spreewald; Brandenburg), Dorfstraße; quer erschlossenes
Bauernhaus
um 1820-1840 in Giebelstellung zur Straße, wohl mehrfach umgebaut, im
Kern Doppelstubenhaus;
Fachwerkbau (Fachwerk-Wohnhaus) mit unverputzter Lehmstaken-Ausfachung,
zweifach verriegelt; niedriger Feldsteinsockel mit Ziegeldeckschicht;
zweiflügelige original erhaltene Haustür als Vierfüllungstür mit Kämpfer
und Oberlicht, dieses mit feinen Gittersprossen; Satteldach mit alter
Krempziegel-Deckung und Reparaturdeckungen, ohne Dachrinne; starke
Verfallserscheinungen, Leerstand; das letzte noch weitgehend original
erhaltene Fachwerkhaus des Dorfes; die beiden Schornsteine im
Flurbereich könnten aus dem Umbau einer ehemaligen zentralen "Schwarzen
Küche" hervorgegangen sein; Baudenkmal; Aufnahmedatum: 12.4.2009
Kuschkow (Niederlausitz,
Landkreis Dahme-Spreewald; Brandenburg), Dorfstraße 10;
ehemalige
Schmiede Jäzosch, errichtet um 1900 für den
Schmiedemeister Emil Friedrich Jäzosch (10.2.1868-15.6.1940) als Huf- und Wagenschmiede.
Schlichter Sichtziegelbau im Kreuzverband gemauert, Straßenfassade weitgehend
ursprünglich erhalten, heute als Stallgebäude genutzt; Eingangstür und
zweiflügelige Tore senkrecht verbrettert, hohe Eisengitterfenster mit
integrierten kleinen Lüftungsflügeln, Toröffnungen mit Korbbogen,
Fenster- und Türöffnungen mit Segmentbogen; Holztore und Holztür sind
in schlichterer Ausführung erneuert, Langbänder und Haspen aber wohl noch ursprünglich
(siehe historische Fotos unten); rechts am Gebäude zwei
geschmiedete Pferderinge / Pferdeösen. Satteldach ohne Dachrinne mit alter Biberschwanz-Betondachsteindeckung
als Einfachdeckung in Reihe ("Fuge auf Fuge"): Beton-Dachplatten
(Zementstein-Platten, Zementdachsteine) in Biberschwanzform mit
Segmentschnitt und seitlichem Falz (Biberschwanzfalzstein /
Falzbiberdachstein ohne Kopffalz - im Prinzip ein in der Höhe
verschiebbarer Strangfalzdachstein,
nur eben nicht vom Strang geschnitten, sondern gepresst), nur noch sehr selten original erhalten (!). Die Dachdeckung
stammt wohl noch
aus der Erbauungszeit des Gebäudes, auf Fotos um 1930 ist sie jedenfalls
schon vorhanden. Die
Schäden im Sockelbereich des Fassadenmauerwerks sind vmtl. auf die fehlende Dachrinne
zurückzuführen (Frostabsprengungen durch Dachwasser). Das Wohnhaus mit Zwerchgiebel zum ehemaligen
Schmiedehof stammt aus der Zeit um 1930, heute unter Putz, ursprünglich
ebenfalls ein Sichtziegelbau (siehe unten). Aufnahmen bei unterschiedlichen
Lichtverhältnissen, teilweise bei Abendsonne; Aufnahmedatum: 10.9.2011
Kuschkow (Niederlausitz,
Landkreis Dahme-Spreewald; Brandenburg), Dorfstraße;
Nebengebäude um 1910-20 zu einem Bauernhof; Sichtziegelbau mit
alter Betondachstein-Deckung in Rautenform
(Zementstein-Rauten mit Falz; Beton-Dachplatten; Nachfolgemodell der um
1845 von Adolph Kroher in Niederbayern erfundenen "Cement-Dachplatte",
nur noch selten erhalten !); Aufnahmedatum: 12.4.2009
Kuschkow (Niederlausitz,
Landkreis Dahme-Spreewald; Brandenburg), Dorfstraße;
Wirtschaftsgebäude zu einem Bauernhof (Vierseithof); schlichte,
teils veränderte Sichtziegelbauten durchgängig
mit farblich einheitlicher, dunkel engobierter Dachdeckung als Biberschwanz-Kronendeckung
um 1925 (Berliner Biber engobiert, Segmentschnitt, drei Rippen), sehr
gut erhalten;
Kuschkow (Niederlausitz,
Landkreis Dahme-Spreewald; Brandenburg), Kirchstraße; Bauernhaus
um 1910, dem Haustyp nach ein Doppelstubenhaus, jedoch als Massivbau; Straßenseite
mit Schaufassade
aus Ziegel-Verblendmauerwerk, dünnfugig und wie üblich
ohne Verfugung gemauert, weitgehend im Originalzustand; Gliederung durch farblich abgesetzte,
teils glasierte Normalziegel,
Formziegel und Terrakotta-Reliefplatten (Brüstungsfelder, Mäanderfries);
Sockel und Giebelseiten
jetzt verputzt (ursprünglich wohl normales Ziegelsichtmauerwerk), Hauseingang später zum Fenster
umgebaut, Haustür- und Fensteröffnungen mit Segmentbogen, teils ältere
(aber nicht ursprüngliche) vierflügelige Fenster, teils neue Einflügelfenster mit
Scheinsprossen zwischen den Scheiben; niedriger Drempel mit
Drempelfenstern durch Mäanderfries abgesetzt, Satteldach mit älterer
grauer Betondachsteindeckung (Modell "Doppelrömer" aus
DDR-Produktion, das ostdeutsche Gegenstück zur "Frankfurter Pfanne"); der ländliche
Maurermeister hat seinerzeit eine Verblendfassade aus Formklinkern in
der nach 1900 weit verbreiteten Mode erstellt, war aber offenbar den
höheren Qualitätsanforderungen, die das neue feinfugige Verblendmauerwerk mit
Hohlfuge mit sich brachte, nicht ganz gewachsen; im Hintergrund ist der
Schlauchturm der Kuschkower Feuerwehr zu sehen; Aufnahmedatum: 17.9.2011
Kuschkow (Niederlausitz,
Landkreis Dahme-Spreewald; Brandenburg); der letzte Mühlstein von der
ehemaligen Windmühle in Kuschkow außerhalb des Dorfes;
Aufnahmedatum: 12.4.2009
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