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Bildarchiv Rauscher Fotoarchiv
Architekturfotografie und
denkmalpflegerische Bilddokumentation
Stockphoto-Galerie Nr.1a Foto, Fotografie, Bild, Abbildung Architektur und Baukultur im ländlichen Raum Dorf, Bauernhaus, Bauernhof, Wirtschaftsgebäude, Nebengebäude, Außenanlagen, Dorflandschaft Bildarchiv Bauernhaus und Bauernhof, historische Gebäude und Architekturdetails
Fotograf und Urheberrecht:
Dipl.-Architekt
Norbert Rauscher
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Martfeld (Landkreis
Diepholz; Niedersachsen), Wiesengrund; Bauernhaus von
1881, Niederdeutsches Hallenhaus / Dielenhaus,
ursprünglich Wohn-Stall-Haus (Wohnstallhaus, korrekt eigentlich
Wohnstallspeicherhaus), jetzt als Wohnhaus genutzt; im Verband
gemauerter Sichtziegelbau der Gründerzeit mit Steilgiebel und
Schlussstein mit Inschrift und Erbauungsjahr im Korbbogen über dem Dielentor;
dezente Ziegelfriese und
Schmuckformen; alte (offenbar ursprüngliche)
Rundbogen-Metallsprossenfenster; Dielentor ersetzt (oder umgebaut ?)
durch dreiteiliges Haustürelement mit Kämpfer und Oberlicht in Anlehnung
an die regionaltypischen traditionellen Torformen (sehr schöne Lösung !);
Giebelkanten mit Blechverwahrung, neuere Betonstein-Dachdeckung;
Hoffläche mit altem Natursteinpflaster; Aufnahmedatum: 1.10.2007
Martfeld (Landkreis
Diepholz; Niedersachsen), Hauptstraße; Bauernhaus von
1887, Niederdeutsches Hallenhaus / Dielenhaus,
Wohn-Stall-Haus (Wohnstallhaus, korrekt eigentlich
Wohnstallspeicherhaus), jetzt offenbar nur noch als Wirtschaftsgebäude
genutzt; im Verband gemauerter Sichtziegelbau der Gründerzeit mit
Steilgiebel und Schlussstein mit Inschrift und Erbauungsjahr über dem Dielentor;
dezente Ziegelfriese und
Schmuckformen; vor Ort angetragener Stuck (kein Montagestuck) für
Fenster- und Toreinfassungen; alte Rundbogen-Metallsprossenfenster;
Dielentor erneuert; Aufnahmedatum: 1.10.2007
Marzahna (Fläming;
Brandenburg), zwei
Großbauernhäuser um 1880-1900, Fassadenschmuck
vollständig entfernt, älterer Neuverputz; kleines Wohngebäude vor der
Kirche (Büdnerhaus, ehemals Küster, Gemeindehirte ?);
Dorfkirche siehe Stockphoto-Galerie Nr.1b; Aufnahmedatum: 7.6.2007
Medingen (Kreis Kamenz;
Sachsen), Hauptstraße; sächsisches (mittelsächsisches) Fachwerkhaus um
1720 mit Schaugiebel zur Straße, ehemaliges Pfarrhaus;
Erdgeschoss (Unterstock) massiv aus Mauerwerk; Oberstock zweifach
verriegeltes Fachwerk vmtl. mit Lehmstaken-Ausfachung; Eckständer und
Bundständer teils mit aufgeblatteten Kopfbändern (Kopfstreben), Brüstungsfelder mit
Andreaskreuzen bzw. Kreuzstreben (Fußstreben) geschmückt, Brustriegel unter den Fenstern
eventuell nachträglich im Zusammenhang mit Fenstervergrößerung tiefer gesetzt (dabei Andreaskreuze entfernt ?); neue Einflügelfenster mit
Kämpfer- und Pfostenattrappe; fensterloser Schaugiebel mit
"Spitzsäule" (bis zum First durchlaufender Mittelständer) und Andreaskreuzen in
vierfacher Reihung übereinander; Satteldach mit neuer
Biberschwanz-Doppeldeckung; Baudenkmal; Aufnahmedatum: 3.9.2009
Meinbrexen (Weserbergland,
Landkreis Holzminden; Niedersachsen), Dorfstraße;
kleines, wohl umgebautes
niederdeutsches Dielenhaus mit
Utlucht auf niedrigem Sockel, datiert 1706 und 1730;
Fachwerkhaus
in Geschossbauweise mit Utlucht in Stockwerkbauweise
unter eigenem Dach; beide Geschosse bzw. Stockwerke einfach verriegelt;
neue zweiflügelige Haustür, neue Einflügelfenster mit Sprossenimitation, weiß
getünchte bzw. beschichtete Ausfachung; Steilgiebel mit
Plattenbekleidung, Satteldach mit Pfannendeckung; Aufnahmedatum: 13.5.2010
Meinbrexen (Weserbergland,
Landkreis Holzminden; Niedersachsen), Dorfstraße;
ehemaliges Pastorenwohnhaus/ Pfarrhaus von 1852 (nach Auskunft der
Eigentümer); schlichter, quer erschlossener zweistöckiger Fachwerkbau
von fünf Achsen auf Sockel aus rotem Wesersandstein-Quadermauerwerk;
flächenbündiger Stockwerkbau mit sichtbaren Balkenköpfen
über beiden Stockwerken, Balken-Zwischenräume
ausgemauert (keine Füllhölzer), auf der Giebelseite unter der Traufe die
Stichbalkenkonstruktion erkennbar; unverputzte weiß getünchte Ziegelausfachung; offenbar noch ursprüngliche klassizistische zweiflügelige Haustür mit
Kämpfer und Oberlicht, neue Einflügelfenster mit
Sprossenimitation; flach geneigtes Krüppelwalmdach mit
Sollingplatten-Dachdeckung und Schneefangbohle;
Aufnahmedatum: 13.5.2010
Melle-Gerden
(Landkreis Osnabrück; Niedersachsen), Riemsloher Straße;
niederdeutsches Hallenhaus, datiert 1818 auf dem
Torbalken;
Fachwerkbau
als Vierständerbau /
Vierständerhaus,
Giebelseite mit neuer Sichtziegelausfachung,
Langständern und Langstreben (lange Fußstreben);
auf profilierten Knaggen
dreifach (incl. Giebelspitze) leicht
vorkragender Giebel (Knaggen-Giebel, Konsol-Giebel), das Giebeltrapez
mit verputzter Ausfachung, das obere Giebelfeld waagerecht verbrettert;
alle Saumschwellen des Giebels mit Inschriften (Sinnsprüche) auf ganzer Länge;
Torbalken (Torholm, Torsturz) mit Inschriften (Namen der Bauherrschaft,
Baujahr, Sinnspruch), Torständer und ausgerundete Winkelhölzer (Kopfstreben)
mit Blumenranken-Ornamentik verziert; beidseits
der Torständer auf Torbalkenhöhe
kleine Fenster zur Belichtung der Diele; zweiflügeliges Dielentor aus Holz
mit Schlagleiste und Oberlichtern mit Sprossenverglasung (ursprünglich
war hier ein Tor mit Dösselanschlag eingebaut, der Dösselkopf am
Torbalken ist noch vorhanden);
alte Doppelmuldenfalzziegel-Dachdeckung, Ortgänge mit
Schieferbekleidung; der Fachwerkgiebel ist erheblich windschief; Aufnahmedatum: 23.5.2010
Melle-Eicken
(Landkreis Osnabrück; Niedersachsen), Buersche Straße;
eindrucksvoller Bauernhof mit Fachwerk-Bauernhaus und
Fachwerk-Scheune;
niederdeutsches Hallenhaus
(Wohnwirtschaftsgebäude,
Wohn-Stall-Speicher-Haus),
datiert 1825 auf dem
Torbalken; Fachwerkbau
als Vierständerbau /
Vierständerhaus mit
einer eventuell erst nachträglich angebauten Kübbung (Abseite);
Langständerbau mit Langstreben
(lange Fußstreben) und verputzter Ausfachung, giebelseitig eine
Langstrebe offenbar bei Umbau gekürzt; Steilgiebel vollständig waagerecht verbrettert,
Saumschwelle (Giebelschwelle, Giebelbalken) gering vorstehend auf
glatt schräg geschnittenen Balkenköpfen der Stichbalkenlage, über dem
Dielentor zwei schmale Sprossenfenster zur Belichtung der Diele; Torgebinde mit ausgerundetem Torbalken (Torholm,
Torsturz) auf ausgerundeten Winkelhölzern (Kopfstreben), in der Mitte des Torbalkens Dösselkopf mit Zapfenloch für den ehemals hier eingesetzten Dössel
(Düssel, Torpfosten, herausnehmbares Setzholz als senkrechter Anschlag
für die ursprünglichen Torflügel); Torbalken mit Inschriften zu
Bauherrschaft und Baujahr, Kopfstreben mit Baumeisterinschrift (Jost
Henrich Titgemeyer, Baumeister) und Zimmermeistersymbolen
(Winkel und Hammer), verzierte Torständer mit profilierten Radabweisern; schönes altes (aber nicht
ursprüngliches) Dielentor aus Holz mit geteilten Torflügeln,
herausnehmbares profiliertes Querholz (Setzholm)
als waagerechter Anschlag für die senkrecht verbretterten
Torflügel, geschwungene Oberflügel mit feiner Sprossenverglasung; ältere
Dielen- und Stallfenster als Holzsprossenfenster, rechts eine Stalltür;
ältere Wellplattendachdeckung (ursprünglich wohl Stroh- oder
Reetdeckung).
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