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Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation
Baudenkmale und Architekturgeschichte

 

Stockphoto-Galerie Nr.5  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Texturen, Strukturen, Oberflächen, Materialien, historische Baustoffe, Ziegel

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
Architektur- und Planungsbüro, D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16
Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de, Internet: www.rauscher-architekt.de

 

Bilddateien:  Die Bilder sind nach Materialgruppen sortiert. Hier sehen Sie nur kleine Vorschau-Bilder in geringer Bildqualität. Die großen originalen Bilddateien erhalten Sie auf Bestellung. Fast alle Bilder können auch als nahtlos kachelbare Texturen für den Einsatz in CAD-Programmen geliefert werden. 

 

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Ziegelmauerwerk im Kreuzverband, historisch, neoromanische Dorfkirche von 1879 in Groß Breese (Prignitz, Westprignitz; Brandenburg); 1967-1969 Sanierung, dabei offenbar komplette oder weitgehende Neuverfugung des Sichtmauerwerks mit in Ziegelfarbe eingefärbtem Mörtel (Mörtelfarbe vmtl. erzeugt durch Beimischung von Ziegelmehl); Aufnahmedatum: 25.8.2007



 

Ziegelmauerwerk im Binderverband, historisch, mit Fugendekor und natürlicher Patina; Nebengebäude vmtl. um 1900 zu einem Wohnhaus in Kremmen (Landkreis Oberhavel; Brandenburg), offenbar vollständig im ursprünglichen Zustand erhalten, inzwischen durch Umwelteinflüsse verschmutzt; Fugen verziert mit doppeltem Kellenschnitt, einer Mode des späten 19.Jahrhunderts, bei der nach dem Glattstrich des Fugenmörtels mit einem speziellen Fugeneisen / Fugeisen (nicht zu verwechseln mit einer Fugenkelle) eine Doppelrille in den noch nicht ausgehärteten Mörtel gestrichen wurde; Aufnahmedatum: 26.7.2009

Literatur zum Thema historische Mauerwerksfuge, Fugenmörtel, Fugendicke, Fugenform, Fugenfarbe und Fugeneisen:
Rainer W. Leonhardt: Die Kunst der Fuge. Aufsatz in der Fachzeitschrift "Restaurator im Handwerk", Heft 2/2010, Seite 24 (im Internet als PDF-Datei zu finden)




 

Ziegelmauerwerk im Kreuzverband, historisch, Backsteinmauerwerk im unsanierten Originalzustand; neogotische Dorfkirche von 1856-1858 in Stüdenitz (Ostprignitz, Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg); Ziegelstempel "M.DH": gemäß einer Tafelausstellung in der Kirche kommen für die Lieferung der Ziegel im Zeitraum 1855-1856 infrage: Königlicher Ziegeleibesitzer Wittstock (Granzow), Ziegeleibesitzer Mewes (Havelberg), Ziegeleibesitzer Grünewald (Wittenberge); die abgebildeten Ziegel sind demnach von Mewes aus Havelberg geliefert; nach einem Hinweis des Pfarrhaus-Besitzers in Stüdenitz, an dem sich die gleichen Ziegelstempel finden, steht M.DH für Mewes Domziegelei Havelberg; am Anfang das neugotische gestufte Eingangsportal der Kirche; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 18.8.2009





 

Ziegelmauerwerk, zweifarbiges Ziegelsichtmauerwerk als Ziermauerwerk im Kreuzverband nach Totalsanierung, Nebengebäude (Stallgebäude) vmtl. um 1880-1900 zu einem ehemaligen Bauernhof in Velten (Landkreis Oberhavel; Brandenburg); offenbar erst in jüngster Vergangenheit gereinigt und mit Zementmörtel neu verfugt; die Ziegel sind von besserer Qualität als die Mauerziegel der übrigen Gebäudefassaden, der Materialwechsel zwischen Giebelseite und Traufseite ist deutlich zu sehen (letztes Bild); Aufnahmen bei starkem Streiflicht mit entsprechender Schattenbildung in den Fugen; Aufnahmedatum: 24.3.2011







 

Ziegelmauerwerk, historisch, Friedenskirche von 1869-1871 in Berlin-Pankow, Ortsteil Niederschönhausen; zweifarbiges Ziegelsichtmauerwerk im Kreuzverband; Aufnahmedatum: 22.6.2009



 

Ziegelmauerwerk, Verblendmauerwerk der Gründerzeit / Historismus um 1900-1910 mit tiefliegenden ursprünglichen Fugen (keine Verfugung), teils mit Glasurziegeln zur Fassadengestaltung




 

Ziegelmauerwerk, Verblendmauerwerk von 1911 im ursprünglichen Zustand mit sehr schmalen und tiefliegenden Fugen ohne Verfugung ("Verblendung mit Hohlfuge"); das Mauerwerk erscheint durch sein enges Fugenbild wie geschlämmt (mit Tünche in Ziegelfarbe behandelt), es wurde jedoch weder farblich behandelt noch mit eingefärbtem Mörtel vermauert, nur der Sockelbereich wurde nachträglich mit Zementmörtel verfugt; die letzten drei Bilder zeigen eine jüngere Hofmauer hinter dem Gebäude aus Kalksandstein, Flächenausfachung mit normalen Mauerziegeln, ehemals verputzt; Wohn- und Geschäftshaus in Glienicke/Nordbahn, Hauptstraße 70, Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.9.2010

Literatur: Ahnert/Krause: Typische Baukonstruktionen von 1860 bis 1960 zur Beurteilung der vorhandenen Bausubstanz, Band 1: Gründungen, Wände, Decken, Dachtragwerke; Verlag für Bauwesen / Bauverlag, Wiesbaden und Berlin 1991, S.37:
1879 wurden Normal-Formziegel für Verblendmauerwerk eingeführt. Diese Ziegel sind nach zwei Seiten je 2 mm größer als das alte Reichsformat (250 x 120 x 65 mm), woraus sich die aus ästhetischen Gründen für Verblendung angestrebte schmalere Fugenbreite von 8 mm bei einem Verblenderformat von 252 x 122 x 69 mm ergibt. Um auch die Lagerfugen auf 8 mm Höhe zu reduzieren, mussten die sonst üblichen 12 mm in der Höhe um 4 mm ausgeglichen werden.





 

Ziegelmauerwerk, Verblendmauerwerk um 1900 im ursprünglichen Zustand ohne Verfugung, durch Umwelteinflüsse leicht verschmutzt; Wohnhaus in der Altstadt von Templin (Uckermark; Brandenburg); Aufnahmedatum: 5.9.2010




 

Ziegelmauerwerk, historisch, Johanneskirche von 1936 in Berlin-Frohnau (Berlin, Stadtbezirk Reinickendorf, Ortsteil Frohnau) nach Entwürfen von Walter Krüger und Johannes Krüger; zweifarbiges Ziegelverblendmauerwerk in sehr seltener Ausführung (!): jeweils drei hochkant verlegte Ziegel-Läuferschichten werden unterbrochen von ein oder zwei normal (flach) verlegten glasierten Ziegel-Läuferschichten, es gibt keine Binderziegel; die unglasierten Ansichtsflächen der hochkant verlegte Ziegel zeigen eine sehr interessante grobe Materialstruktur, vmtl. wurden sie im traditionellen Handschlagverfahren hergestellt; die letzte Bildreihe zeigt das Mauerwerk des Anbaus (Gemeindehaus, Pfarrhaus); Aufnahmedatum: 22.6.2010






 

Ziegelmauerwerk, hinterlüftetes Vorsatzmauerwerk / Verblendmauerwerk / Verblendschale im unregelmäßigen Läuferverband ("wilder" Läuferverband) mit eingestreuten Köpfen / Ziegelköpfen, grau verfugt in farblicher Abstimmung auf die Ziegelfarben; die gleichmäßig-flächige Unregelmäßigkeit des Fugenbildes ist leider nicht in allen Bereichen gelungen, teilweise haben sich (vmtl. ungewollte) vertikale Fugenstrukturen ergeben, siehe erste Bildreihe; Neubau einer Schule von 2010 in Hohen Neuendorf, Stadtgebiet Niederheide (Landkreis Oberhavel; Brandenburg); Aufnahmedatum: 6.9.2011










 

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