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Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation

Bildarchiv Norbert Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur
Baudenkmale und Architekturgeschichte in
Brandenburg und Westfalen

 

Stockphoto-Galerie Nr.1b  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Dorfkirche, Dorffriedhof, ländliche Kirchenanlage, Grabstein, kirchliche Außenanlagen

Historische Gebäude und Architekturdetails im ländlichen Raum

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16, Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de
Internet: www.fotografie-architektur.de, www.fotografie-landschaft.de
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Tarmow (Gemeinde Fehrbellin im Ländchen Bellin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin; Brandenburg); Dorfkirche, errichtet 1834-1835 nach Ausführungsplänen von Baukondukteur Friedrich Wilhelm Eduard Jacobi; Saalkirche mit eingezogenem hohen Westturm, verputzter Mauerwerksbau im Rundbogenstil der Schinkelschule mit deutlicher Orientierung an Schinkels Entwürfen um 1825 für eine "Normalkirche" für ganz Preußen, Fassade mit Putzquaderung, unter dem Traufgesims ein aufgeputzter Kreuzbogenfries (auch den Turm umgreifend), Kirchturmgeschosse durch Gesimse getrennt (Wasserschlag; eine Art Kaffgesims, hier aber nicht als Sohlbankgesims auf Fensterbankhöhe); durchgängig rundbogige Fenster, die Schallöffnungen der Glockengeschosse im Turm als Dreifensterarkaden / Drillingsfenster mit Lamellen, im Ostgiebel ein Rundfenster (Okulus / Oculus); Kirchenschiff mit Satteldach und neuer Biberschwanz-Doppeldeckung, Kirchturm mit flachem Zeltdach / Pyramidendach und Schieferdeckung. In der Westseite des Kirchturms das rundbogige Kirchenportal mit zweiflügeliger Portaltür unter gesimsartig profiliertem Kämpfer, Fünffüllungstür ("Kassettentür") mit profilierten Füllungsrahmungen, Türblätter mit auf den Rahmenhölzern aufgesetzten Rundstabprofilen (Halbrundstab) mit "Eckknoten" (kleine ringförmig gedrechselte Holzrondelle, eine Architekturmode in der Zeit des späten Klassizismus etwa zwischen 1830-1870, im kleinstädtischen und ländlichen Raum eher 1840-1870, siehe unten), die Türdrückergarnitur könnte noch aus dieser Zeit stammen; Aufnahmedatum: 4.10.2014

Literatur:
Denkmaltopographie BRD - Denkmale in Brandenburg. Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Teil 2: Gemeinde Fehrbellin, Amt Lindow (Mark) und Stadt Rheinsberg. Von Ulrike Schwarz, Matthias Metzler und anderen. Wernersche Verlagsgesellschaft Worms 2003; Seiten 372-374
Peter Schmidt: Eine Kirche für alle Provinzen. Schinkels Normalkirche im "Bogenstyl". Enthalten in: Die Mark Brandenburg, Heft 42, Marika Großer Verlag, Berlin 2001; Seiten 20-27
Portaltür: Die Denkmaltopographie enthält keine Angaben zu dieser Tür, lediglich ein Foto und einen Hinweis auf einen an der Ausführung beteiligten Tischlermeister Flemming aus Fehrbellin. Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um einen Vorfahren der noch heute in siebenter Generation (!) in Fehrbellin ansässigen Tischlerei Flemming, gegründet 1848. Ein Telefonat mit dem Altmeister Flemming am 17.5.2019 hat ergeben, dass der Familie keine Dokumente aus der Zeit um 1835 vorliegen; seine Tischlerei hatte lediglich Anfang der 1990er Jahre den Auftrag, diese Tür aufzuarbeiten.
Im "Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin", Jahrgang 1823, Stück 3, vom 17.1.1823 wird unter "Personalchronik" auf Seite 19 mitgeteilt, dass der "Kandidat der Mathematik" Friedrich Wilhelm Eduard Jacobi zum Feldmesser im "diesseitigen Regierungsdepartement" bestellt wurde. Später ist er dann zum verantwortlich arbeitenden (auch entwerfenden) Baukondukteur aufgestiegen. Die oben erwähnte Mode der Türgestaltung mit Rundstabprofilen und "Eckknoten" geht eventuell auf Schinkel zurück, in Berlin findet man sehr schöne Beispiele von 1832 an den Häusern Am Kupfergraben 6/6a.





 

Tremmen (Osthavelland; Brandenburg), Dorfkirche ab 1450, Turmerhöhung und Zwiebelhauben (Schweifhauben, Welsche Hauben) von 1724, im 19.Jahrhundert weitere Änderungen; Ziegelmauerwerk (Backstein) mit geputzten Turmaufsätzen; ursprünglich eventuell als aufwendige Wallfahrtskirche errichtet (Belege fehlen jedoch); Aufnahmedatum: 29.4.2007





 

Uckro (Niederlausitz, Landkreis Dahme-Spreewald; Brandenburg); Dorfkirche um 1400 aus Feldsteinmauerwerk mit eingezogenem Rechteckchor und breitem Westturm; im ersten Drittel des 18.Jahrhunderts diverse Umbauten, unter anderem der Turm um einen Aufsatz aus Fachwerk mit Schweifhaube und Laterne erhöht, in dieser Zeit vmtl. auch die Fensteröffnungen erweitert mit geputzten Rahmungen; Turmhaube und Laterne mit Kupferblech gedeckt, sonst alte Betondachstein-Deckung aus DDR-Produktion; Restaurierungen 1975 und 1995; am Ende zwei Bilder der "Kulturlandschaft" um Uckro mit Windrädern und Kirchturm; Aufnahmedatum: 25.8.2009




 

Vietmannsdorf (Uckermark; Brandenburg); evangelische Dorfkirche nach Komplettsanierung; verputzter rechteckiger Saalbau auf mittelalterlichen Resten, der Westteil 1926 als Ziegelbau komplett erneuert; Turmaufsatz aus Fachwerk mit geschweifter Haube und Laterne, neue Biberschwanz-Doppeldeckung; Wetterfahne mit Inschrift "Neu 1927"; Aufnahmedatum: 5.9.2010





 

Waldow/Brand (Landkreis Dahme-Spreewald; Brandenburg), Dorfkirche von 1709 (datiert am Südportal); dreifach verriegelter Fachwerkbau mit neuer Biberschwanz-Doppeldeckung, vermutlich erst Ende 18.Jahrhundert um einen quadratischen verbretterten Westturm mit Walmdach erweitert; alte hohe Segmentbogenfenster mit Sprossen; zweiflügelige aufgedoppelte (verdoppelte) Portaltüren; umfassende Restaurierung 1989-1990; Aufnahmedatum: 25.8.2009







 

Waltersdorf bei Luckau (Niederlausitz, Landkreis Dahme-Spreewald; Brandenburg), spätromanische Dorfkirche, wohl Anfang 13.Jahrhundert; Feldsteinquaderbau mit eingezogenem quadratischen Chor und Ostapsis mit alten, leicht spitzbogigen Fenstern in Quaderrahmung, Fensteröffnungen des Kirchenschiffs im 18.Jahrhundert erweitert mit Ziegeleinfassung; Westturm von querrechteckigem Grundriss mit Walmdach und verschiefertem Dachreiter / Laterne von 1790; Restaurierungen 1934 und 1994-1996, dabei alle Dachflächen mit neuer Biberschwanz-Doppeldeckung eingedeckt incl. moderne Ortgangziegel (historisch unpassend); Reste einer schmiedeeisernen Einfriedung um 1900 auf dem Friedhof; Aufnahmedatum: 25.8.2009

Literatur:
Literatur: Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg. Aktuelle Bearbeitung durch Autorengruppe im Auftrag der Dehio-Vereinigung; Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2000, Seite 1085
Fachzeitschrift Restaurator im Handwerk, Heft 4/2020 mit dem Themenschwerpunkt Einfriedungen und Zäune. Enthalten sind unter anderem Aufsätze von: Clemens Alexander Wimmer: Regeldetails gründerzeitlicher Einfriedungen (Seite 34); Cora Zimmermann: Korrosion an Metallzäunen - Ein restauratorischer Blick auf Zerfallserscheinungen (Seite 44); Jürgen Weist: Zaunanlage des Klosterforstamtes in Ilten/Sehnde - Dokumentation der Restaurierung 2019-2020 (Seite 48)





 

Weisen (Prignitz, Westprignitz; Brandenburg), Fachwerk-Dorfkirche, mehrfach umgebaut; im Kern spätes 16.Jahrhundert, Ende 17.Jahrhundert und 1746 erneuert, dabei 1746 Errichtung des dreistöckigen Westturms mit geschweifter Haube und Laterne; Fachwerkbau mit teils erneuerter Ziegelausfachung (großflächig und farblich unpassend am Kirchturm); Kirchenschiff dreifach verriegelt, sichtbare Balkenköpfe über dem Rähm, dazwischen profilierte Füllhölzer (gefüllte Schiffskehlen), Fenster im 19.Jahrhundert neugotisch umgebaut, Satteldach mit Schieferdeckung als Rechteck-Doppeldeckung ("Englische Deckung"); Restaurierung 1994-1995; Aufnahmedatum: 20.9.2007




 

Wensickendorf (Landkreis Oberhavel; Brandenburg), Dorfkirche, Feldsteinbau des 15.Jahrhunderts, Fensteröffnungen später verändert; Turmaufsatz in Sichtmauerwerk (Backstein) mit Zeltdach von 1909; alte Mönch-Nonnen-Deckung auf dem Turmdach, sonst Biber-Doppeldeckung nach Sanierung 2001; Aufnahmedatum: 25.8.2007

Wensickendorf ist heute dem Landkreis Oberhavel zugeordnet. Sowohl siedlungs- und kulturgeschichtlich als auch naturräumlich gehört es jedoch zum Niederen Barnim (bis 1952 Kreis Niederbarnim).



 

Werthenbach (Siegerland, Kreis Siegen-Wittgenstein; Westfalen); katholische Kapellenschule, Kapelle erbaut 1738, erweitert 1816 um einen kleinen Schulanbau, umgesetzt / transloziert 2001 ins Freilichtmuseum Detmold (Westfalen); Fachwerkkapelle auf niedrigem Natursteinsockel, kleiner Saalbau mit vierseitigem Ostschluss / Chorschluss, dreifach verriegeltes Langständer-Sichtfachwerk mit gestalterisch betonten Geschossriegeln auf halber Höhe und kurzen Zwischenstielen, geweißte Ausfachung, kleiner Glockenturm als Dachreiter, Schieferdeckung, Westgiebel und Schulanbau teilweise mit Fassadenverschieferung; die dörflichen Kapellenschulen des Siegerlandes sind eine regionale Besonderheit: die kleinen Kapellen, die nur der Andacht, nicht aber als reguläre Kirche dienten, wurden wohl schon immer auch als Dorfschule genutzt; Aufnahmen bei wechselnden Lichtverhältnissen, Aufnahmedatum: 18.5.2010

Fachwerk: Die Fachwerk-Langständer (Bundständer) stehen hier nicht, wie allgemein üblich, auf einer Grundschwelle, sondern direkt auf dem Sockelmauerwerk, eine konstruktive Schwelle existiert nicht. Bei den optisch als Schwelle erscheinenden Hölzern handelt es sich konstruktiv um Riegel ("Schwellriegel", "Schwellenriegel"), die wie normale Riegel in die Langständer eingezapft sind. Insofern wäre korrekt von einem vierfach verriegelten Fachwerkbau zu sprechen. Auf diesen Schwellriegeln stehen lediglich die kurzen Zwischenstiele. Eine normale Schwelle-Ständer-Rähm-Konstruktion mit verblatteten Schwellenstößen jeweils an den Knickpunkten der Fassade, in welche die Ständerfüße eingezapft sind, wäre bei dem Grundriss ebenfalls möglich gewesen, war aber wohl nicht gewollt. Angeblich ist diese Konstruktion typisch für das an Hessen grenzende Siegerland.

Literatur: Freilichtführer LWL-Freilichtmuseum Detmold, Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde, herausgegeben im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) von Jan Carstensen und Heinrich Stiewe, Detmold 2009; Seite 133










 

Wölmsdorf (Fläming; Brandenburg), Dorfkirche um 1300, mehrfach veränderter Feldstein-Saalbau, vmtl. 1774 Anbau des Westturmes in Saalbreite mit Turmaufbau und Pyramidenhelm (jetzt nur noch erkennbar an der abgesetzten Schieferdeckung), 1968 Turmaufbau abgebrochen und Ersatz des Kirchturms durch verschieferten Dachreiter; Renovierung 1998;
Aufnahmedatum: 7.6.2007

Literatur: Denkmaltopographie BRD - Denkmale in Brandenburg. Landkreis Teltow-Fläming, Teil 1: Stadt Jüterbog mit Kloster Zinna und Gemeinde Niedergörsdorf.
Wernersche Verlagsgesellschaft Worms 2000; S.390 f.

 

 


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